Montag, 23. Januar 2017
Die Wikipedia ist nicht aktuell? Enttäuschend!
Da gibt es seit gestern einen neuen Begriff in unserer Sprach-Welt.
Einen Begriff, den einer der mächtigsten Männer der Welt gerade hat aussprechen lassen, und die Wikipedia kennt diesen noch nicht?
Mamma mia, woher soll ich denn nun wissen, was das bedeutet, wenn jetzt von
alternativen Fakten gesprochen oder geschrieben wird?
Gibt man bei der Wikipedia diesen Suchbegriff 'alternative Fakten' ein, so wird man bestenfalls auf die Seite Tatsache weitergeleitet. Aber das hilft mir nicht so recht weiter - wer könnte mir da helfen, diesen neuen Begriff zu verstehen?
Doch, einer konnte inzwischen helfen:
Freund Google ist schneller als die Wikipedia, dafür aber mit größerer Vorsicht zu genießen.
möglicherweise werden mir via Google Werbeeinblendungen mit vielen 'alternativen Fakten' eingeblendet, dich mich nur noch weiter verwirren?
Diese Google-Suche half mir nun weiter zu dieser recht aufschlussreichen Seite:
Was sind "alternative Fakten"? - MSN.com
Es scheint so, daß die zwei Worte so etwas wie "Visionen" bedeuten, ich zitiere msn.com:
Trump: Er habe am Freitag am Kapitol, dem Sitz des US-Kongresses, "eine Million, eineinhalb Millionen Menschen" gesehen.
Nun, was unser, leider schon so früh verstorbene, Bundeskanzler Helmut Schmidt einmal zu dem Thema Visionen gesagt hatte, das müßte zumindest jeder Hamburger wissen.
Und da der mächtige Präsident Trump ja wohl auch schon in seiner Heimat recht viele Hämbürger gegessen haben dürfte, könnte er, innerlich von Visionen erleuchtet, nun den notwendigen Schritt gehen . . .
Wer es genauer wissen möchte, der kann ja auch einmal diesen Bericht von N-TV ansehen.
Mittwoch, 9. September 2015
Die "Gender"-Attacke auf unsere Kinder
Danke Herr Plasberg!
Ihrem mutigen Vorstoß in Sachen "Gender-Ideologie" ist es zu verdanken,
daß breite Bevölkerungskreise so langsam aufwachen.
So hat wieder einmal der sogenannte "Streisand-Effekt" recht erfolgreich zugeschlagen.
Als Augenöffner möchte ich euch zunächst den Artikel der Frankfurter Allgemeine (Politik) vom 11.11.2014 zum Lesen empfehlen:
Das gute Recht der Eltern
oder, wie ich es ausdrücken würde:
Wie eine Minderheit von Fanatikern es fertig gebracht haben,
unsere Politiker für ihre dubiosen Zwecke zu mißbrauchen.
Die Gleichwertigkeit von Frau und Mann im Bewußtsein der Bevölkerung zu verankern, das ist ein berechtigtes Anliegen der Frauenbewegung und auch der Politik.
Dienstag, 8. September 2015
Nachlese zu "Hart aber Fair - Die Gender-Debatte"
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Biologie als Kränkung: Unsere deutschen Kreationisten
oder
Was treibt uns an:
Gene, Hormone oder unsere Erziehung?
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Nein, auch diese Sendung hatte gestern Abend nicht gerade die recht schräge Bedeutung des Wortes "Gender" erhellt.
Aber die Protagonisten hatten mich nicht enttäuscht; der Unterhaltungswert der Sendung war recht hoch.
Herr Schönenborn stand seinen Mann und gab schuldbewußt zu, daß er (und seine WDR- Mannschaft) die Brisanz dieses Themas "Gender" unterschätzt hatte und daß es ein Fehler gewesen sei, die Sendung vom März dieses Jahres zeitweilig aus der Videothek zu verbannen.
Herr Plasberg war auch nicht ganz faul und heizte ihm auch noch unnötigerweise zusätzlich ein . . . ein wenig angepisst war er wohl noch . . . (wer läßt sich auch schon gerne öffentlich kritisieren).
Ansonsten meisterte Herr Plasberg die Sendung souverän, verfehlte aber das Ziel, den Begriff "Gender" wirklich für alle Zuschauer verständlich zu machen.
Wenn ich noch einen weiteren Informationsbedarf hätte, dann würde ich die Publizistin Birgit Kelle fragen. Sie erschien mir als die Einzige wirklich rundum sachkundige Diskutantin in diesem Kreis, die auch den Grünen-Fraktionschef Anton Hofreitner auf den Pott setzte, als dieser die neuere "weibliche Knieprothese" mit dem Begriff "Gender" verband, obwohl diese speziell den biologischen Gegebenheiten der weiblichen Anatomie angepaßt wurde, was eher dem Begriff "Sex" (oder Geschlecht) zuzuordnen ist.
Die Buchautorin Anne Wizoreck ist seit ihrem letzten Auftreten bei Herrn Plasberg offensichtlich auch nicht schlauer geworden und die Rechtsanwältin Sybille Mattfeldt-Kloth, immerhin die stellvertretende Landesvorsitzende Niedersachsen des Frauenrats. Allerdings animierte sie mich eher dazu, den Fernsehton abzuschalten als ihr zuzuhören.
Wenn eine Volljuristin unser Grundgesetz an einer ganz bestimmten Stelle falsch zitiert, dann frage ich mich, ob das in der Eile des Gefechts geschah oder ob es mit Absicht falsch zitiert wurde. Im vorliegenden Falle hatte ich das Gefühl, daß Frau Mattfeldt-Kloth einem sogenannten "Freud'schen Versprecher" erlegen war. Sie zitierte den Absatz (2) des Artikels 3 GG in der 27. Minute wörtlich "Männer und Frauen sind gleich."
Das ist allerdings nur die Lesart der "Gender-innen".
Der Biologe würde möglicherweise eher zu dem Versprecher "Männer und Frauen sind gleichwertig." neigen.
In dem besagten Absatz des Grundgesetzes steht aber am Ende des ersten Satzes das Wort ". . . gleichberechtigt." (siehe unten!).
Herr Plasberg stieg genau auf diesen Punkt in das Gespräch ein, walzte das aber nicht allzu genüßlich aus.
Die Schauspielerin Sophia Thomalla wußte zwar auch nichts so recht etwas zum Thema beizutragen, gefällt sich aber offensichtlich in Ihrer Rolle als echtes Weiblein und fühlt sich offensichtlich in der Männerwelt wohl und keineswegs unterprivilegiert oder gar unterdrückt.
Der stellvertretende FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki hielt sich dieses mal recht artig zurück und unterließ seine damalige sexistische Gender-Anspielung hinsichtlich der Haarpracht des Grünen-Fraktionschefs Anton Hofreitner.
Leider gelang es auch Herrn Hofreitner nicht so recht, den Begriff "Gender" von dem biologischen Begriff "Geschlecht" oder "Sex" abzugrenzen.
Da mußte die Erfindung der "weiblichen Knieprothese" als Rechtfertigung für die Gender-Forschung herhalten, deren Gebiet prompt mit dem "Gender-Mainstreaming" verquirlt wurde.
Nein, so ganz sattelfest erschien mir der Herr Hofreitner auch nicht in dieser Runde.
Dieser Artikel der Zeit-Online aus dem Jahre 2013 mag die Begriffsverwirrung (und Aufregung) um das Wort "Gender" vermutlich ein wenig aufzulösen:
Schlecht, schlechter, Geschlecht - von Harald Martenstein
Wer es noch genauer wissen möchte, der kann sich auch diese PDF-Datei herunterladen und ein wenig studieren:
GenderKompetenzZentrum
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Anhang:
Das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland
Artikel 3
(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.
(2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt.
Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von
Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.
(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse,
seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens,
seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder
bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.
Montag, 21. April 2008
II. Die Encyclopaedia Britannica . . . Das Haar in der Suppe!
Wer sich als mein Gast (und Werbeträger) auf einen Link zur Encyclopaedia Britannica einläßt und sich dann dort für die kostenlosen 7 Tage registrieren möchte, der merkt schon auf der 2. Seite das Haar in der Suppe.
Ich zitiere:
"YOU'RE UNDER NO OBLIGATION TO SUBSCRIBE.
We're confident that you'll find our online subscription service compliments your software purchase. If you're not completely satisfied, simply cancel within the first 7 days of service and you'll owe nothing. For your convenience, subscriptions are automatically renewed unless a cancellation is requested."
Zu Deutsch:
Der 7-Tage Test wird automatisch in ein festes Abonnement übergeleitet, wenn nicht innerhalb der 7-Tagesfrist eine Kündigung erfolgt.
Und das Ganze verkauft man uns dann auch noch als "Dienst zu unserer Bequemlichkeit"!
Ich gebe zu, daß Geschäft ist hart und die Wikipedia ist ein ernst zu nehmender Konkurent, aber von einem seriösen Verlag erwarte ich so eine Kostenfalle nun auch nicht unbedingt.
Meine vorläufige Meinung:
Hände weg von diesem Angebot, bis weitere Details des Angebots geklärt sind.
Test-Link: University of Hamburg / Link im Original-Fenster
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Na, das war wohl noch nichts mit den schönen Links zur Encyclopaedia Britannica.
Ich hab die Links bei Feldstudie.Net angeklickt und bekomme zunächst auch eine ordentliche Seite angezeigt. Aber nach ein paar Sekunden legt sich ein grauer Schleier über den angezeigten Text. Und dann wird alles schwarz . . . und es bleibt nur noch ein Hinweis übrig, daß sich der arme User, der auf diesen Link hereingefallen ist doch bitte für 7 Tage kostenlos registrieren möge.
http://www.kurt-staudt.de/blog/Blog-images/Encyclopaedia-Britannica-20080421-01.jpg
Nein, liebe Leute von der Encyclopædia Britannica, soo wird das nix!
Wenn ihr das mit dem schwarzen Anmeldefeld nicht schleunigst ändert, dann werde ich euch demnächst wohl unter "Nepper, Schlepper, Bauernfänger" listen.
- Siehe auch mein Update von 18:56 h am Anfang dieses Beitrags. -
Netzgärtner Kurt
Sonntag, 20. April 2008
Die Encyclopaedia Britannica öffnet sich für Blogger
Vorsicht!
Siehe II. Die Encyclopaedia Britannica . . . Das Haar in der Suppe!
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Es wird spannend im Internet - auch die traditionellen Wissens-Verlage nehmen jetzt aktiver an diesem Kommunikations-Medium teil.
Nachdem der deutsche Brockhaus-Verlag das Internet entdeckt hat, öffnet sich nun auch die Encyclopaedia Britannica für Blogger.
Genauer: Für 'qualifizierte' Blogger und Webmaster - was immer das auch heißen mag.
Das mit dem 'qualifizierten' Blogger oder Webmaster wird echt interessant. Die Leute von der Encyclopædia Britannica drücken das für die Registrierung so aus:
Just fill out the form below, and we’ll get back to you shortly. If you qualify, we’ll send you instructions for getting access for a year to Britannica.com, which includes the Encyclopædia Britannica and many other sources of rich, reliable andOffensichtlich sollen die qualifizierten Blogger und Webmaster als Werbeträger dienen. In welchem Umfang das geschehen wird, zeigt sich bald, wenn die ersten Blogger auf diesen Zug aufgesprungen sind . . . wer will denn auch nicht als 'qualifizierter Blogger' gelten?
high-quality information.
Mal sehen, wer der Erste 'Aktive' ist, den ich finde . . . registriert habe ich mich für den neuen Dienst der Encyclopædia Britannica jedenfalls schon mal. ;-)
Netzgärtner Kurt
Donnerstag, 6. Dezember 2007
Denglisch - Wortbedeutungen im Internet
Dem möchte ich nun Rechnung tragen und hier ein paar Links zu hilfreichen Seiten posten.
Für Computer-Neulinge habe ich den typischen Computer-Schnack - Denglisch - ein wenig aufgebröselt
Glossar (Computer-Schnack)
Hier findet ihr ein weiteres, hervorragendes Glossar in Sachen Internet und PC-Fachbegriffe
http://www.homepage-total.de/glossar/glossar.php
Aber auch diese Seiten sind recht hilfreich:
Worterklärungen von Bernd Gerlich
und
Redensarten von Peter Udem
Netzgärtner Kurt
Mittwoch, 29. August 2007
GEZ-Abmahnung gegen Akademie.de - III.
GEZ - Der AmtsSchimmel wiehert und das Volk lacht sich tot!
Den besten Beitrag in Sachen GEZ-Abmahnung habe ich heute beim 'Evangelischen Pressedienst' gefunden:
Gedankenpolizei
Die GEZ überzieht im Kampf gegen schlechtes Image
Ich zitiere:
Das Akadamie-Beispiel darf so oder so nicht Schule machen.
Denn sonst könnten sich künftig selbst Karikaturisten mit
Unterlassungsaufforderungen der GEZ konfrontiert sehen -
Netzgärtner Kurt
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Freitag, 24. August 2007
GEZ - Der AmtsSchimmel wiehert und das Volk lacht sich tot!
Anmerkungen für Jene, die diese brandaktuelle Kapriole der GEZ noch nicht mitbekommen haben:
Was hat die heißgeliebte GEZ denn da nun wieder anGEZettelt?
Nun, gebt einmal diesen Suchbegriff GEZ Abmahnung bei Google.de ein und haltet euch fest, damit ihr nicht vor Lachen vom Stuhl kippt!
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Ein (nicht?) ganz ernst gemeinter 'Offener Brief' an die Führungsspitze der GEZ:
Liebe GEZettler !
Mit eurer neuesten Abmahnung habt ihr mir ein paar sehr vergnügliche Stunden beschert.
Ihr wollt also dem Betreiber der Website akademie.de eine neuerliche Änderung der 'Neuen Deutschen Rechtschreibung' den Hals runter würgen?
Ihr wagt es jetzt sogar, nicht nur einzelne Buchstabenfolgen in einem Wort neu festzulegen, sondern legt sogar ganze Formulierungen vor, die schlichte und präzise einzelne Worte mit einem Wortschwall ersetzen sollen?
Das Volk hat viele Worte für ungeliebte Bürokraten parat.
Ich machte also die Probe und fragte meine Tochter:
"Schatz, wie bezeichnest Du den amtlich wirkenden Mann, der neulich an meiner Haustür klingelte und nachfragte, ob Du ein Radio oder ein Fernsehgerät dein Eigen nennst?"
Die Antwort kam ein wenig verwundert:
"Das war doch wohl ein Gebühreneintreiber von der GEZ, der sich in der Haustür geirrt hatte."
- Anmerkung:
- Ein paar Worte zur Aktualität der Einwohner-Daten der GEZ:
- Meine Tochter ist schon vor 11 Jahren ausgezogen, ist längst verheiratet und
- hat uns einen aufgeweckten Enkel beschert, der inzwischen schon 4 Jahre alt ist.
Also "Gebühreneintreiber von der GEZ" ist ja auch keine ganz feine Bezeichnung, aber ist diese Formulierung wirklich eine Beleidigung?
Muß ich jetzt statt dessen folgende Worte wählen:
"Da war ein Mann vom 'Beauftragtendienst der öffentlich rechtlichen Rundfunkanstalten (oder Rundfunkgebührenbeauftragter)' an meiner Haustür, der für seine Dienste 'Provisionen des Beauftragtendienstes der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten' erhält." - ? -
Nein, meine Herren von der GEZ (Ja, das müssen Männer gewesen sein, die diese Abmahnung in die Wege geleitet haben, denn Frauen verzapfen keinen solchen Unsinn), es ist nicht der Betreiber der Website akademie.de, der "ein negatives Image der GEZ hervorzuruft"; dieses negative Image haben Sie sich für die GEZ in der Zeit ihres Bestehens imho redlich selbst erarbeitet.
Mit der aktuellen Abmahnung haben Sie Ihre "Behörde" zusätzlich auch noch der Lächerlichkeit preisgegeben - siehe GEZ-Gebühr im eigenen Hause, anstelle des von Ihnen in der Abmahnung geforderten Begriffes "gesetzliche Rundfunkgebühren"!
Meine Meinung:
Wenn Ihnen auch nur ein winziger Funke daran liegt, ihr Image zu verbessern, dann schalten Sie einen Mediator anstelle der Justiz ein - einen passenden Mann hätte ich schon für Sie: Heiner Geißler.
Sollte es Ihnen aber in Wirklichkeit um Geldschneiderei gehen, dann gehen Sie zum Gericht. Vorher sollten Sie aber bei den Ihnen angeschlossenen Rundfunkanstalten die von Ihnen ungeliebten Wortschöpfungen ausmisten.
Ihr Netzgärtner Kurt
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Hier sind weitere Links zu 'vergnüglicher' Lektüre über die GEZ:
openPR: Zensur: GEZ/Öffentlich-Rechtlicher Rundfunk versucht Kritiker mundtot zu machen
Robert Basic: GEZ will richtige Begriffe hören, sonst knallt es
(Jede Menge weiterführende Links findet ihr bei Robert Basic im Bereich "Trackbacks und Pingbacks")
Spiegel.de: GEZ mahnt Webseite wegen Begriff "GEZ-Gebühr" ab
(Dieses Kästchen bei Spiegel.de sagt alles: "GEZ-Sprache: So soll man über Rundfunkgebühren reden")
Hier ist eine recht sachliche und gut fundierte Betrachtung eines Rechtsanwaltes, der zugleich Webdesigner ist:
GEZ-Abmahnung an akademie.de - Tatsachen, Rechtsansichten und Abkürzungen - was darf ich schreiben?
Und was sagt der eigene 'Stall' der GEZ?
Suche nach 'GEZ-Gebühr' auf der Site der ARD
Beim ZDF gefunden: Die GEZ-Gebühr für Computer
und: Streit um Gebühren für ARD und ZDF beigelegt
- Schaut einmal ganz genau hin! -
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Donnerstag, 9. August 2007
Wortbedeutungen - Heute: Die Spritztour
Teil 1 - Einleitung
Wer da sagt, daß die Deutsche Sprache nicht vieldeutig und blumenreich sei, der irrt.
Leider geraten viele der alten und schönen Worte in Vergessenheit oder erhalten eine - für ältere Mitbürger unverständliche - völlig neue Bedeutung.
Besonders meine Freunde aus Spanien und dem englischen Sprachraum haben da oft Schwierigkeiten; sie verstehen nicht, was der Unterschied zwischen einem Brötchen, einem Rundstück und einer Semmel ist, und warum das Wort Schwein sowohl als Schimpfwort als auch als Bezeichnung für Glück verwandt wird.
In loser Folge werde ich hier einige Worte aus unserem Wortschatz herausheben und ein wenig beleuchten. Besondere Freude habe ich dabei, wenn ich 'mein' Wort nicht in der Wikipedia finde. *GGG*
Für den heutigen Tag habe ich mir ein besonders aktuelles Wort herausgesucht.
Die Spritztour (Nein, die Wikipedia kennt dieses Wort auch noch nicht . . .)
Dieses Wort bedeutete in meiner Jugendzeit eine 'spontane Ausfahrt'.
Für so eine Spritztour mußte meist unser Drahtesel (Fahrrad) herhalten.
Heute hat dieses Wort eine medizinische Bedeutung erfahren und dient zeitweilig recht spöttisch als Bezeichnung für die 'Tour de Pharmacie' (Tour de France = berühmtes Radrennen).
Wenn ich den Berichten im Fernsehen noch glauben kann, dann ist die Doping-Spritze neben dem obligatorischen Fahrradhelm ein sehr wichtiger Bestandteil in der Ausrüstung eines professionellen Radrennfahrers.
Morgen mag dieses Wort Spritztour als Synonym für die "Medizinische Vorbereitung zur Ausübung eines Berufssportes" dienen, so nach dem Motto:
"Nächste Woche muß unser Verein gewinnen . . . da will ich vorher noch mal mal schnell eine kleine Spritztour machen."
Netzgärtner Kurt
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Dienstag, 24. Juli 2007
Eine brisante Mischung? Ein Richter, die Fäkalsprache, eine beleidigte Dame
. . . ein Anwalt, eine Anwältin und natürlich auch Klein-Bloggersdorf.
Was ist da beim Landgericht zu Hamburg am 20. Juli 2007 denn so weltbewegendes passiert, daß Klein-Bloggersdorf wieder einmal wegen der "Beschneidung der Freien Meinungsäußerung" in Rage gerät?
Selbst der bloggende Strafrechtler Udo Vetter ist sich nicht zu schade und brachte gestern in seinem Blog den Titel: "Animösen sind verboten"
Der Richter Buske (Pressekammer am Landgericht zu Hamburg) hat es sich wahrlich nicht leicht gemacht; die EV (Einstweilige Verfügung) wurde nicht nur einfach so 'durchgewunken'. Die Bestätigung der EV erfolgte imho völlig zu Recht.
Mehr dazu später.
Ein wenig Schuld an dem Debakel um das strittige Wort 'Animöse' ist die "Neue-Deutsche-Rechtschreibung"!
Das 'ß' mußte teilweise der 'ss' weichen (oder heisst es dem 'ss' ?) und ist jetzt immer weiter auf dem Vormarsch.
Das fremdländisch klingende 'eu' wurde zum 'ö' (Friseuse = Frisöse), obwohl wir doch in der EU sind und sehr vertraut mit unseren französischen (oder franzeusischen) Nachbarn und deren Sprache umgehen.
Auch unsere anderen Umlaute stehen im Verdacht vergewaltigt zu werden; so sehe ich das jedenfalls hier im Google-Blog, wenn die aus der Überschrift einen Link zu diesem Text fabrizieren.
Da wird dann ganz schnell aus einer 'Animatöse' eine 'Animatse'.
Wenigstens in dem Link zu diesem Artikel könnte sich bei mir die zur Verhandlung anstehende obzöne Beleidigung nicht einschleichen; das strittige Wort hieße bei mir in dem automatisch generierten Link jedenfalls 'Animse'.
So, jetzt gehts zu Herrn Richter Buske und seiner völlig korrekten Entscheidung.
Was denn da so an Schriftsätzen auf dem Richtertisch vorlag, entzieht sich zum größten Teil meiner Kenntnis.
Ich saß während der Verhandlung ganz hinten im Zuschauer-Bereich und hatte auch manchmal Mühe, die am Richtertisch gesprochenen Worte deutlich zu vernehmen - es können sich also hier in meinem Text auch Fehler eingeschlichen haben; auf Zuruf werde ich diese Ungenauigkeiten natürlich umgehend berichtigen.
Deshalb mußte die Pressekammer des Landgerichtes zu Hamburg die EV bestätigen:
- Die Rechtsfindung erfolgte allein anhand der Bedeutung des Wortes 'Animöse'.
- Die Anwältin der Beklagten Seite stellte dieses strittige Wort als harmlos hin. Zum Vergleich wurde das Wort 'geil' angeführt, welches ja heutzutage auch eine andere Bedeutung habe als damals in den 60-iger Jahren.
- Ein weiterer Fehler der beklagten Seite war - in meinen Augen - daß der Zusammenhang zur Nutzung dieses strittigen Wortes im Umfeld einer imho sittenwidrigen Fernsehsendung fast gänzlich unbehandelt blieb.
Wer eine Dame als Animöse tituliert, der macht sich einer groben Beleidigung schuldig.
Wer eine 'Dame' als Animöse bezeichnet, der könnte allerdings bei dem gleichen Richter mit einem 'Blauen Auge' davon kommen, wenn die solchermaßen angegriffene 'Dame' einem anrüchigen (oder unmoralischen) Geschäft nachgeht.
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Besonders Jugendliche und unerfahrene Leser möchte ich vor einem unbedachten Klick auf einen der nachfolgenden Links warnen:
Rauchen gefährdet die Gesundheit des Körpers; Lesen gefährdet den Geist; Telefonanrufe gefährden den Geldbeutel.
Etliche der in den nachfolgenden weiterführenden Links geposteten Meinungen halte ich für weltfremd oder rechtlich bedenklich; ich habe sie lediglich zur Dokumentation der Zeitgeschichte hier in meinem Blog aufgenommen.
Udo Vetter: Animösen sind verboten
Rolf Schälike: Pressekammer LG Hamburg (Bericht) Sitzung, Freitag, den 20. Juli
Heise.de: Der Gerichtsreporter und die Kammer des Schreckens
Marcel Bartels: Die “Xxxxxx-Kammer” hat wieder zugeschlagen
Nun, was meint ihr zu diesen rätselhaften Sendungen zur späten Nachtstunde, bei denen man/Mann . . . ja was denn nun?
Netzgärtner Kurt
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Nachtrag vom 3.08.2007
Hier ist eine recht freimütige Stellungnahme des Medienmagazins TVmatrix
Auch hier, in den 'blogmedien.de' finden sich klare Worte: Unter Hausarrest
Ich stimme zwar nicht mit allen einzelnen Details anderweitiger Kommentierungen überein, aber im Großen und Ganzen ist die Linie doch recht deutlich:
Es gibt im Fernsehen so etliche Sendungen, die sich imho (als Nicht-Jurist) in der Grauzone der Legalität bewegen und im moralisch-ethischem Sinne fragwürdig erscheinen.
In meinem Kommentar #27 im Blog Mein-Parteibuch.de (Marcel Bartels) hatte ich das so ausgedrückt
Bedenke:
Du kannst zu einer echten Lady nicht ungestraft Nutte sagen.
Sagst Du das gleiche Wort aber zu einer Hure, so bekommst Du bei uns auf der
Reeperbahn . . .
Netzgärtner Kurt
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