Samstag, 23. Mai 2015

Telekom Umstellung von Analog- auf VoiP-Telefonie

Letzte Aktualisierung am 26.05.2015 - 11:55 h
Ob wir es nun wollen oder nicht, die Telekom ist fest entschlossen, das bisherige Analoge Telefon-System weitgehend abzuschaffen und uns statt dessen das schon bei anderen Anbietern (wie Kabel-Deutschland) erprobte iP-basierte VoiP-System mit mehr oder weniger sanfter Gewalt den Hals runter zu würgen.

- Siehe auch in diesem Blog-Beitrag vom Januar 2015 -

Aggressives vorgehen der Telekom:
Kunden sollen auf IP-Telefonie umstellen


Die erste Stufe
ist dabei der Anruf eines (angeblichen?) technischen Mitarbeiters der Telekom.
Dieser freundliche Herr dürfte aber vermutlich nur einer der vielen Mitarbeiter eines (externen ?)  Callcenters  sein und von Technik nicht unbedingt viel verstehen.
Als technische Hintergrundinformation verbrämt wird da am Telefon oft versucht, euch an Ort und Stelle in einen neuen Vertrag mit der Telekom hinein-zu-schwatzen, bevor ihr so recht bemerkt, was da eigentlich läuft.

Folgende Gesprächsabwicklung könnte hilfreich sein
(auch bei Anrufen von Betrügern!):


1. Melde dich am Telefon immer nur mit "Hallo", aber nie mit deinem Namen, es sei denn Du erkennst den Anrufenden im Display deines Telefones als eine dir vertraute Person.
- Für Fremde bist Du halt nur der Hausmeister, der Gärtner oder die Putzfrau. - 

2. Bleibe auch höflich und sachlich, wenn Du erkennst,
daß der Anrufer ein Mitarbeiter eines Call-Centers ist.

3. Bestätige weder deinen Namen noch irgendwelche anderen persönlichen Daten,
die dir der Anrufer nennt (Geburtsdatum, Kontonummer etc.).

4. Lasse dich nicht auf eine Diskussion ein, sondern frage den Anrufer nach seinem Namen,
seiner Dienststellung und nach dem Namen seines Vorgesetzten und notiere dir diese Daten
und die Uhrzeit des Anrufes.

5. Fordere deinen Gesprächspartner (Gegner?) auf, dir sein Ansinnen oder Angebot doch schriftlich zuzusenden, aber nenne weder deinen Namen, Anschrift oder eMail-Adresse, denn deine Adressdaten müßten ihm ja vorliegen (!).
Hinweis: Wenn behauptet wird, daß deine Adressdaten nicht vorliegen,
dann könnte es sich um den Versuch einer illegalen Kaltaquise handeln oder Du hast gar einen Betrüger am Telefon.

6. Je nach Spaßfaktor laß deinen Anrufer reden und höre wortlos zu oder beende das Gespräch höflich aber bestimmt und lege auf.

Da das Anliegen der Telekom im Grunde genommen legal ist und diese die neue Technik - auch um den Preis eines Kundenschwundes - durchsetzen will, mußt Du irgendwann mit einem entsprechenden Briefwechsel und auch mit einer Kündigung deines Anschlusses rechnen. 
Siehe auch bei Golem.de vom Januar 2015:
VoIP-Verweigerern droht die Telekom weiterhin mit Kündigung

Also bereite dich vor.
Schau in deinen Vertragsunterlagen nach und rufe deine Kundendaten im Kundencenter der Telekom auf. Dort gehe auf die Suche nach den nächsten Kündigungszeitpunkten und nach den Kündigungsfristen, die für deinen Vertrag gelten.

Dann mache dir eine Liste mit allen Geräten, die bei dir an der Telefon-Leitung (ANALOG-Telefon, ISDN-Telefon, Fax-Gerät etc.) und an der Internet-Leitung (DSL/VDSL = Computer, Fernsehen etc.) hängen.
Und vergiß dabei deinen Fernseher nicht, wenn dieser an einem Kabel-Anschluß hängt!

Falls Du eine Notruf-Anlage besitzt, frage bei diesem Dienstleister nach (DRK, Malteser, Johanniter etc.), denn diese Anlagen werden möglicherweise von dem neuen VoiP-System nicht mehr einwandfrei unterstützt!

Dann schaue dich bei Freunden und auch im Internet um, was für Angebote die verschiedenen Telefonanbieter haben und wie ihre Pakete aussehen. Und prüfe auch bei Nachbarn nach, ob das angebotene Paket mit den gewünschten Geschwindigkeiten oder Gesprächsgüte überhaupt in deinem Bereich geliefert werden kann.

Und bitte, lasse dich nicht von solchen Lockangeboten täuschen, wie ich sie gerade auf einem aktuellen Prospekt (Stand 05/2015) der Telekom entdeckt habe:
Da wird auf der Rückseite des Prospektes (mit der beachtlichen Größe von 23 cm x 30 cm und 12 Seiten) ein Super Paket mit Namen "Telekom Magenta Zuhause Hybrid" zum Preise von 29,95 €15 angeboten.
Die hochgestellte Zahl 15 hinter dem €-Zeichen ist zwar noch gut zu lesen aber auf der Seite befindet sich keine Fußnote 15!
Nach längerem Suchen fand ich auf der Seite 9 ganz unten mit einer Mini-Schrift den Hinweis, daß dieser Preis nach 12 Monaten  auf  34,95 € angehoben wird. Außerdem wird noch ein spezieller Router dafür benötigt, der schon ab dem 1. Monat mit 9,95 € zu Buche schlägt.

Die Verschleierung des Endpreises von 44,9o € scheint nicht nur bei der Telekom Mode zu sein.
Meine Meinung: Die Verschleierung des Endpreises nach einem Jahr, mittels der Preisangaben, die man sich erst auf verschiedenen Seiten zusammensuchen muß und die sich haarscharf an den Grenzwerten dieses Urteiles des OLG. Köln anlehnen, halte ich schlichtweg für einen "Versuch den künftigen Kunden übers Ohr zu hauen" oder besser ausgedrückt, für eine arglistige Täuschung.

Wenn Du deine Kündigungsfristen kennst und deinen Bedarf detailliert notiert hast, dann lauere auf ein Angebots-Schnäppchen der verschiedenen Anbieter, das wirklich zu dir paßt.
Und denke dran: Die Mitbewerber der Telekom schlafen nicht, aber sie kochen auch nur mit Wasser und lieben auch oft das Kleingedruckte.

Und . . . Außer Kabel-Anbieter (z.B. Kabel-Deutschland) und regionale Anbieter wie Wilhelm-tel.de sind fast alle anderen Anbieter nur so etwas wie Untermieter auf den Leitungen der Telekom . . . und da bist Du dann bei dem Eigentümer der Leitung meist in sichereren Händen . . .

Und da gibt es noch einen Haken, wenn Du in einem Wohnblock zur Miete wohnst.
Je nach Haus-Verkabelung kann es dir passieren, daß Du seitens deines Vermieters an einen bestimmten Telefon- und Internet-Anbieter gebunden bist.
So ist in Norderstedt bei Hamburgs Norden möglicherweise nur ein Anschluß über Wilhelm-tel als Alternative zur Telekom zugelassen.

Wenn Du fachkundige Nachbarn, Freunde oder gar so einen Händler wie diesen in Bremen in deinem Umfeld hast, dann bist Du möglicherweise in guten Händen.

Eine erste Übersicht kann auch dieser Tarifrechner bieten:
http://www.telefonanbieter-preisvergleich.de/dsl-preisvergleich/

Aber auch hier gilt: Augen auf!
Denn der ganz rechts ausgewiesene "Komplettpreis pro Monat" stimmt so im 3. Vertragsjahr nicht mehr, da die Subvention des ersten Jahres ja fortgefallen ist, die den Durchschnittspreis für die ersten 2 Jahre natürlich drückt.
Außerdem fehlen auch die Angaben für solche Nebenkosten wie spezielle Router, die für eine sinnvolle Nutzung erforderlich sein können.
Die monatlichen Extra-Kosten für die Miete eines Wunsch-Routers betragen monatlich zwischen 5 und 10,-- T€uro!
 

Anrufe von der Telekom - Teil III. (Wer ist betroffen?)

Fangen wir an mit dem Teil der Telefon-Anschlußinhaber, der vermutlich nicht betroffen ist.

Wenn Du nur einen ganz alten, einfachen Analog-Anschluß für dein Telefon hast und auch keinerlei Zusatzgeräte wie Hausnotruf daran angeschlossen sind, dann wirst Du dich aller Voraussicht nach um nichts kümmern müssen; da wird alles in der nächsten Verteilerstation der Telekom für dich umgestellt. Du wirst davon wohl kaum etwas bemerken.

Auch Kunden der Kabelnetzbetreiber wie Kabel Deutschland, die ja schon über das Kabel-Netz voll digitalisiert über ihren Kabel-Router telefonieren, können sich beruhigt zurück lehnen, denn sie telefonieren ja schon hochmodern und haben mit der Telekom nichts zu tun.

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Problematisch wird es bei den Anschlüssen von Untermietern der Telekom

wie zum Beispiel bei der 1&1 Internet AG oder bei Vodafone.
Hier ist erst einmal zu klären, über was für ein System ihr da überhaupt telefoniert und wer der im Hintergrund stehende Dienstleister (Eigentümer der  Leitungen)  ist.
Bei diesen Anbietern gibt es die verschiedensten Anschlußarten
- von Analog über VOIP (Voice over iP) und auch über deren eigenen Mobilfunk-Netzen oder deren Partnern.
Möglicherweise seid ihr nicht von einer Umstellung betroffen . . .

Der Bereich Hausnotruf scheint hinsichtlich einer Ausfallsicherheit noch ungeklärt zu sein.


Und auch die Johanniter und Malteser melden sich im Netz zur Wort:

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Wer ist als Telekom-Kunde zuerst mit einer Umstellung seines Anschlusses "dran"?

Nun, so ganz genau weiß das wohl nur die Telekom . . .
Aber lest selbst einmal bei Golem.de nach, was die Telekom da für ein Spielchen treibt:


Die Leserkommentare unter diesem Artikel sind recht eindeutig unfreundlich . . .
Nur, Schelte hilft nicht und ganz aufhalten kann man ja die neue Technik auch nicht. Deshalb werde ich im nächsten Blogbeitrag Wege zur Umstellung aufzeigen.
   

Anrufe von der Telekom - Teil II. (Hintergurnd)

Die Telekom hatte vor langer Zeit nur das analoge Telefonsystem mit den Dreh-Wählscheiben am Telefon im Angebot.
Dann kam das ISDN-System auf digitaler Basis dazu, aber von einer ip-Telefonie wußte man immer noch nichts.

Ja, und dann kam das Kabel-Fernsehen der deutschen Telekom in den frühen
80-iger Jahren auf gänzlich neuen Coax-Leitungen daher.
Diese Aufrüstung kostete uns damals ganze 650,-- D-Mark und wir hatten damit 2 völlig von einander unabhängige Anschlüsse in unserem Haus.

Mit der Privatisierung der Telekom begann dann deren Leidensweg in das Digitale Zeitalter.
Sie mußte ab dem Jahr 2000 ihr Kabelnetz verkaufen . . .
In unserer Region war Kabel-Deutschland der Glückliche und landete bald darauf seinen Coup:
Kabel-Deutschland brach in die ureigenste Domäne der Telekom ein uns startete die ip-basierte Telefonie (auch VOIP = Voice over iP genannt).
Denn das Kabelnetz war mit seinen Kabeln gut für diese neueste Technologie gerüstet.

Hatte das "2-Draht-Netz" der Telekom, neben der analogen Telefonie, noch die digitale ISDN-Telefonie (meist von Geschäftsleuten benutzt) und die DSL-Computerei unterstützt, so mußte sie bei der iP-Telefonie mit traurigen Augen zusehen, wie ihr viele Kunden weg liefen und zu den Kabelnetzbetreibern abwanderten.

Nun holt die Telekom das Versäumte nach und will auch ihre Kunden in das neue Voll-Digitale Zeitalter der Telefonie führen . . . egal ob sie wollen oder nicht.
Dabei wird bei so manchem Kunden mit üblen Tricks, Halbwahrheiten und Drücker-Methoden gearbeitet, die einem seriösen Kaufmann nicht gerade zur Ehre gereichen.

Im meinem Bekanntenkreis gab es bisher nur 2 solcher unseriösen Ereignisse.
Aber da sich die Telekom das Jahr 2018 zum Aus der Analogen Telefonie ausgewählt zu haben scheint, dürfte sich der Druck auf ihre "Kunden" noch merklich erhöhen.
 

Anrufe von der Telekom - Teil I.

In letzter Zeit häufen sich Anrufe von "Mitarbeitern" der Telekom, deren Worte mich fatal an die Drückerkolonnen (Zeitschriften!) aus alten Zeiten erinnern.
Der Grund dieser Anrufe ist in letzter Zeit oft die Umstellung der Telefontechnik auf ein anderes System, auf die sogenannte ip-Telefonie.

Die in neueren Telefonen sichtbare Telefonnummer des Anrufers stammt auch wirklich aus dem Hause der Telekom.
Dahinter versteckt sich allerdings vermutlich oft nur eines der externen Callcenter, die für die Telekom vermutlich auf Provisionsbasis arbeiten.

Vom Grundsatz her sind solche Anrufe, seitens der von der Telekom beauftragten Mitarbeiter oder externen Callcenter, legal . . . nur deren Überumpelungs- und Totquatsch-Taktik ist oft miesester Stil!
Siehe auch: Die Deutsche Telekom wird richtig sauer (Frankfurter Allgemeine, August 2014)

Wer sich solche Drücker vom Halse halten möchte, ohne dabei unhöflich werden zu müssen, der sollte sich an folgende Regeln halten:

1. Melde dich am Telefon nicht mit deinem Namen, sondern nur mit "Hallo", es sei denn Du erkennst an der Telefonnummer, daß da etwa deine Tante Lisa am Telefon ist; aber die erkennt dich vermutlich auch ohne Namensnennung an deiner Stimme.

2. Fragt dich der Anrufer dann, wer Du bist, ohne sich vorher klar zu erkennen zu geben, oder erkennst Du, daß es sich vermutlich um einen Werbe-Anruf handelt, dann sage ihm nicht wer Du bist, sondern bitte ihn, sein Anliegen doch per Brief-Post vorzutragen.

3. Bleibt der Anrufer hartnäckig und fragt nach, ob Du Herr oder Frau Meyer/Müller/Schulze bist, dann kannst Du dich mit einer Antwort wie "Nein, ich bin nur der Hausmeister . . . (oder die Putzfrau)" freundlich verabschieden und auflegen.

Bei Frau Dr. Birgit Lutzer findet ihr einen guten Leitfaden in Sachen Callcenter:

Telefonverkäufer freundlich und bestimmt abwimmeln
 
Auch unter Google.de findet ihr eine Fülle von Informationen, wenn ihr den folgenden Suchbegriff eingebt oder diesen Link anklickt:

anruf telekom umstellung digital
  

Montag, 11. Mai 2015

Todesanzeige für ein Volkslied-II ?


Nun, ganz tot sind unsere Volkslieder nun wohl doch noch nicht.


Ich hatte einen Auszug meines Blogkommentares zu diesem Thema natürlich auch an den NDR-1 in Hannover geschickt, denn was hilft mein Lamentieren, wenn derjenige, der da etwas an der Sache drehen könnte, nichts von meinem Kummer weiß?

Und ich habe tatsächlich prompt eine Antwort erhalten.
Doch, da hätte es am 1. Mai-Wochenende das von mir angesprochene Volkslied in einer Abendsendung ab 20 Uhr gegeben . . .

Ob dieser Anregung machte ich mich jetzt auf die Suche nach dem verschwundenen Heimatgefühl. Dabei hilft mir mein Festplatten-Recorder ein wenig, denn so gegen Abend höre ich nur selten einem Radiosender zu, sondern sehe eher die Tagesschau und danach kommt dann oft ein guter abendfüllender Film oder auch einmal ein Abendspaziergang.

Am vergangenen Wochenende war es mir abends leider nicht vergönnt die Sendung mit "den schönsten Balladen aus 50 Jahren Popmusik" einzufangen; da kam mir der Film "Die Lady von Shanghai" in die Quere.
Also habe ich mein Aufnahmegerät jetzt erst einmal für das kommende Wochenende programmiert . . .

Nur, ob eine gelegentliche Abendsendung mit deutschsprachigem Liedgut das morgendliche Gedudel englisch-amerikanischer "Lieder" erträglicher machen wird?

- Was ist das eigentlich, dieses "Heimatgefühl"?
- Was bedeutet für euch das Wort "Heimat"?

Freitag, 1. Mai 2015

Todesanzeige für ein Volkslied ?

   

"Komm, lieber Mai, und mache die Bäume wieder grün . . ."

Text von Christian Adolph Overbeck und Musik von Wolfgang Amadeus Mozart

Ja, dieses alte Volkslied ist verschollen.
Es ist wohl einsam verstorben und keiner hat es so recht bemerkt.

Als Niedersachse höre ich natürlich auch unseren "Heimatsender" Radio-Niedersachsen im NDR-1 auf 103,20 MHz . . . aber auch hier habe ich heute noch nicht ein einziges Frühlingslied gehört.

Da werde ich doch mit solchen unverständlichen Texten aus fernen, unbekannten Ländern zugedröhnt wie Kung Fu Fighting (von Carl Douglas) und dann, etwas milder, mit Nine Million Bicycles (von Katie Melua) eingeschläfert.
Und das am 1. Mai um 9:58 Uhr am Vormittag!

Mein Heimatsender Radio Niedersachsen?
Nein, mein "Heimatsender" ist dieses Radio Niedersachsen auch nicht mehr!

Da wünscht uns doch der Moderator aus Hannover gerade einen schönen 1. Mai-Feiertag und was serviert er uns für Texte und Töne?
"I Never Can Say Goodbye" von Gloria Gaynor!

Nun frage ich mich allen Ernstes:
Werden demnächst auch neben dem Sterben der alten Volkslieder
auch solche Begriffe wie Heimat aus unserem Sprachschatz getilgt?
 

Montag, 27. April 2015

Hamburg-Cyclassics-2015:
Streckenführung und Sperrungen

 Letzte Aktualisierung am 29. April 2015 - 11:02 h

Cyclassics kur(t)z und bündig

Diese Daten sind mir bisher bekannt:

Start des Jedermann-Rennens am Sonntag
23. August 2015 ca. 8:25 Uhr in der Hafencity


Die Streckenkarte für das Jedermann-Rennen ist hier zu finden:

Jedermann-Streckenkarte

Jedermann Übersichtsseite

Die Zeiten der Straßensperrungen sind noch nicht bekannt.
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Die genaue Streckenkarte für die Profis (Eliterennen) liegt noch nicht vor.
Auch die Uhrzeit des Starts in Kiel ist bisher unbekannt.

Laut Hamburg.de und anderer Publikationen soll der Start um _??_:_??_ Uhr von einer Autofähre im Kieler Hafen aus erfolgen und dann über Plön, Bad Segeberg, Kaltenkirchen und Pinneberg nach Hamburg führen.
Danach folgt dann der übliche Weg über den Waseberg in Blankenese

Ausführliche Informationen sind auch hier bei Rad-Net.de zu finden.

Aufgrund des Fortfalls des Profirennens im südlichen Bereich jenseits der Elbe, werden wir in Ehestorf vermutlich schon um 11:3o Uhr aus unserm Gefängnis befreit und können uns wieder als Freie Bürger ganz frei auch mit dem Auto fortbewegen.

Siehe auch Vattenfall-Cyclassics.de vom 17.12.2014: Zahlreiche Neuerungen
   

Sonntag, 26. April 2015

Hamburg-Cyclassics 2015: Verwirrung um Streckenführung


 Letzte Aktualisierung am 26.04.2015 - 23:08 h  
Vorsicht Falschmeldungen?
Auf der Seite von http://www.hamburg.de/cyclassics/
findet sich heute immer noch folgende Überschrift:

Cyclassics 2015 in Hamburg und Kiel
Der Start ist dieses Mal in KIel


"Erstmals erfolgt der Start des Profirennens in Kiel und nicht in Hamburg. Aufgrund der Streckenänderung fallen die Südschleife des Rennens und die Überquerung der Köhlbrandbrücke weg."

Wer weiß . . . vielleicht stimmt diese Meldung doch?

Oder ist diese Darstellung eines Hamburger Hoteliers richtig?

Da nicht nur die Mannen von Hamburg.de - auch seit der Übernahme dieser Domain durch ein Konsortium unter Führung des Hamburger-Abendblattes - noch immer nicht so recht zu wissen scheinen wie man im Internet korrekt und vor allem verständlich publiziert, ist hier am Ehestorfer-Heuweg einige Verwirrung entstanden.
Hier hieß die Mundpropaganda, daß uns das - bei uns nicht immer so ganz beliebte -  Radrennen in diesem Jahr gänzlich erspart bleibt . . .

Üblicherweise findet sich zu einer Publikation ein Name (oder Namenskürzel) des Verfassers und ein Datum, wann diese Seite ins Netz gestellt wurde.
Wird dieser Artikel dann später ergänzt oder geändert oder gar genüßlich als gelungener Aprilscherz geouted, so wird wiederum ein Datum dieser Änderung hinzugefügt.
Ist dieses Datum nun so rein zufällig der 1. April eines Jahres, so kann schon mal gerätselt werden, ob es sich bei dem dargestellten Sachverhalt um einen April-Scherz handelt oder nicht.

Während man beim Hamburger Abendblatt diese Namenskürzel und Datums-Angaben fast immer findet, so sucht man auf den Seiten von Hamburg.de meist vergeblich danach. Ob man da nun einem alten Hut hinterher läuft oder ob die betreffende Meldung nun tagesaktuell ist . . . nun, wer will das denn schon wissen?

Der aktuelle - und vermutlichwirklich gültige - Streckenverlauf, wird hier auf der offizielen interaktiven Landkarte sehr schön dargestellt:


Von einem Start der Profis von einer Fähre in Kiel ist darauf nichts zu sehen . . .
Und auch nichts davon, daß für die Profis die südliche Schleife über die Köhlbrandbrücke wegfällt.

Ein Aprilscherz oder ???

Möglicherweise fehlt in der Streckenkarte auch nur ganz einfach die Strecke für das Profi-Radrennen?

Also, meine lieben Freunde und Nachbarn aus Ehestorf und Umgebung:
Ihr werdet an diesem Tag schon am frühen Morgen wieder (so wie bisher üblich) eingesperrt und könnt erst zur späten Mittagszeit wieder als Freier Bürger dahin fahren wo immer es euch gefällt.
- Und die Profis bleiben euch möglicherweise erspart . . .
- Dann könnt ihr zum Mittagessen endlich einmal wieder zum Griechen oder ins Chinarestaurant mit dem Auto fahren. 

Das Gefängnis Ehestorf wird also wieder, wie üblich, zugunsten der Cyclassics in Hamburg, am 23. August 2015 von ca. 6:3o bis ca. 11:3o oder 13:oo Uhr, eingerichtet.

Die Straßensperren werden dann vermutlich erst kurzfristig vorher auf der Strecken-Karte angezeigt und so aktiviert, daß diese interaktiv von dem Leser der Karte abgefragt werden können.
   

Donnerstag, 16. April 2015

Fracking im Bereich Landkreis Harburg, Niedersachsen

Aktualisiert am 18. April 2015 - 16:37 h
Gestern gab es im Museum am Kiekeberg in Ehestorf
(Gemeinde Rosengarten, Landkreis Harburg, Niedersachsen)
eine Podiumsdiskussion zum Thema Fracking.

Und es ging insbesondere um das wohl etwas undurchsichtige Verhalten und Vorhaben des Nachfolgers, der ebenfalls etwas undurchsichtig erscheinenden Firma "Blue Mountains", der Firma Kimmeridge Energy.

Zur Klarstellung: Fracking wird nur zur Gasförderung eingesetzt aber nicht zur Erdölförderung. Allerdings wird das zum Frecken benutzte Wasser, und damit auch das später wieder in den Boden gepressete Rückflusswasser, zusätzlich mit Chemikalien versetzt, die umweltschädlich sein können und damit das Trinkwasser gefährden.

Siehe auch
  Das putzige Firmenverstecken im Erdgasgeschäft  
und
  Kein Fracking in der Heide ?

Worum geht es?
Nun, auch im Bereich des Landkreises Harburg könnte diese Risiko-Technologie mit Namen Fracking in absehbarer Zeit eingesetzt werden.

Teile der verlinkten Seiten mögen sich recht spassig lesen . . . sie sind dennoch bitterer Ernst!

Nachfolgend gebe ich das wieder, was ich glaube auf dieser Podiumsdiskussion gehört zu haben.
"Was ich glaube gehört zu haben" schreibe ich, weil die akustischen Gegebenheiten in dem Saal des Museums nicht gerade diesem wichtigen Thema gerecht wurden.
Nein, es gab keine Mikrophone und das Gesagte war auch schon in der 7. Reihe oft nicht klar zu verstehen.
Sollte ich mich deshalb kräftig verhört haben oder hier etwas unklar ausgedrückt haben, so bitte ich um Milde. Schickt mir einfach eine Berichtigung mit den Worten, die wirklich gesagt sein sollen und ich prüfe das dann und ergänze oder berichtige hier meine Zeilen.

Aber nun der Reihe nach.

Auf dem Parkplatz des Museums mit meinem "Recycled Ferrary" angekommen, schaute ich erstmal nach, ob da irgendwelche Demonstrationen drohen könnten, die mein heißgeliebtes Altertum beschädigen könnten.
Nein, da gab es weder irgendwelche Absperrungen noch war auch nur ein einziges Polizeifahrzeug zu sehen. Also parkte ich mein Autochen auf dem Parkplatz direkt vor dem Museum.

Als Nächstes suchte ich einen Info-Stand der Firma Kimmeridge Energy und der Bürgerinitiative gegen das Fracking
Aber da war nichts. Ich sah auch keinen Ansprechpartner vor dem Museum.
Also hinein in den Saal im oberen Stock.
Das war so gegen 17:40 Uhr.
Oh . . . da war in der Mitte des Saales, zwischen den Ausstellungsstücken, eine Tischreihe mit 5 Plätzen für die Podiumsdiskutanten aufgebaut und davor standen so um die 40 Stühle für uns Bürger.
Nun, das sah etwas mickerig aus. Man erwartete offensichtlich nur wenig Interesse seitens unserer Mitbürger . . . oder hatte man den Informationsball absichtlich sehr flach gehalten, damit es hier keinen Bürgeraufstand gibt?

Aber das Bild änderte sich - zur Überraschung der Diskussionsleiterin - bis zum Beginn der Dsikussion.
Die rund 40 Plätze waren schnell belegt.
Und dann begann das Stühletragen.
So gegen 18:10 Uhr zählte ich so um die 120 Stühle und auch noch einige stehende Herren hinter den letzten Stühlen.
Aber auch diese kleine Schaar von nur rund 130 Bürgern empfand ich als ein wenig beschämend für uns Bürger.

Bis auf wenige Highlights, wie solche Sprüche seitens des Kimmeridge-Vertreters, ich zitiere:
"Die eingesetze Technologie ist vergleichbar (Anm.: das Risiko) mit dem Autofahren"  (Anm.: Ohne Worte)
und, als Antwort auf eine besorgte Frage eines Bürgers:
"Für die Alt-Bohrungen ist doch nicht Kimmeridge verantwortlich"
war wenig Neues zu hören.
Aber der Gesamteindruck, den ich von dem Gesagten bekommen habe, war deprimierend:

1. Da werden offenbar auf die Schnelle kleine Firmen als "Limeted" oder "GmbH" gegründet, die nicht mal so eben greifbar sind, die sich die ersten Erlaubnissse für ihr Tun bei den zuständigen Behörden holen und danach werden diese "Konzessionen" dann an andere Firmen weiter gereicht?
Da riecht mir der Erste im Bunde fast nach einem Strohmann für den zweiten (Strohmann ?) im Laufe einer weiteren Kette. Geht dann später einmal etwas schief, dann ist es kaum noch nachvollziehbar, wer da für etwaige Umweltschäden haftet.

2. Der an der Podiumsdiskussion beteiligte Behördenvertreter war nur ein Ersatzmann für den eigentlich zuständigen Beamten . . . Na ja, diese Podiumsdiskussion war ja nur eine ungeliebte und lästige untergeordnete Sache, da schickt mann halt jemanden, der nicht alle Fragen beantworten kann, wenn er es nicht möchte . . . oder tue ich dem Herrn Vertreter da etwa unrecht? Dann bitte ich um Verzeihung; es ist ja nur mein subjektiver Eindruck.

3. Ich meine auch gehört zu haben, daß der Behördenvertreter mit seinen Worten ausdrücklich das derzeitige (und also wohl auch zukünftige Verfahren) des Zurückpressens des anfallenden Rückflusswassers stützt und für risokoarm hält.

Fazit
Stellt euch vor, es wird "gefrackt" und keiner geht hin und verhindert das,
solange die Risiken für unser Trinkwasser nicht einwandfrei geklärt sind?

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Aktuelle Links:

15.05.2015 - Kimmeridge kündigt Schallwellenuntersuchungen an
 
18.04.2015 - Thema Fracking beim BUND

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Termine (Vorträge etc.)

Sonntag, 26. April, um 15 Uhr in Neu Wulmstorf
Thema Fracking beim BUND
"Kein Fracking in der Heide" - unter diesem Motto hält Dr. Ingo Engelmann von der gleichnamigen Bürgerinitiative einen Lichtbildvortrag am Sonntag, 26. April, um 15 Uhr im Gemeindehaus bei der Lutherkirche, Neu Wulmstorf. Der Eintritt ist frei. Kaffee und Kuchen gibt es frei Haus.
Quelle: www.kreiszeitung-wochenblatt.de

Freitag, 13. Februar 2015

Test: Windows-10 Preview Build 9926


Windows-10 könnte ein Großer Wurf der Windows Mannschaft werden.
Die nachfolgend aufgeführten Fehler oder Eigenheiten sind ja noch nicht das Ende vom Lied, da ist ja noch ein gutes halbes Jahr Zeit bis zum Erscheinen auf dem deutschen Markt.

Zwar versucht man uns PC-Desktop Benutzer immer noch das Kachel-System aus der Android-Welt (mit ihren Tablets und Smartfones) schmackhaft zu machen, kommt uns Benutzern aber doch weitgehend entgegen mit der neuen Gestaltung dieser "Errungenschaft".
Allerdings wirkt es ein wenig lächerlich, wie man uns das neue Startmenü mit Gewalt herunter würgen will, indem versucht wird, die Installation des "Classic-Shell Startmenüs" durch findige Benutzer zu verhindern:
Versucht man das heruntergeladene Menü mit dem Datei-Namen: ClassicShellSetup_4_1_0-de.exe - zu installieren, so wird diese Installation verweigert.
Benennt man diese Datei nun einfach um und nennt diese nach dem Herunterladen einfach um in  "DieterSetup_4_1_0-de.exe" - voila! die Installation schnurrt geschwind zum Erfolg.
Man merke an: Die Installation wird nicht aufgrund des Quellcodes blockiert, sondern lediglich aufgrund des unliebsamen Datei-Namens.   - LOL - oder in Hochdeutsch: Ha ha ha!

Mein Fazit:
Alle mir wichtigen alten Programme (teilweise aus der Anfangszeit des Internets aus 1999!) ließen sich installieren und laufen einwandfrei. Nur ganz selten mußte ich dafür einmal den abgesicherten Modus zur Nachilfe benutzen . . .

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Nun zu den Eigenheiten und noch bestehenden Einschränkungen oder Fehlern:

1. Sowohl auf einem Intel-PC als auch auf meinem PC mit AMD-Chipsatz ist ein Update von Windows-7 auf Windows-10 Preview nicht möglich gewesen.
Die nachfolgende Parallel-Installation lief aber absolut einwandfrei.
Es wurden auch alle Treiber für meinen PC gefunden.
Drucker, Scanner, Skype-Camera etc. wurden allesamt erkannt und funktionierten ohne jegliche Einschränkungen.
Eine Parallel-Installation auf mein AMD-System neben Windows-8.1 verlief auch einwandfrei; ein Update von Windows-8.1 auf Windwws-10 habe ich allerdings noch nicht selbst versucht, bei einem meiner Freunde lief dieses Update auf einem Intel-System allerdings einwandfrei . . . sagte man mir.

1b. Ein Systemstart von Windows-10 Preview im abgesicherten Modus erfolgt zwar, aber wenn der Desktop angezeigt wird, bleibt dieser schwarz.
In den vier Ecken wird allerdings der Schriftzug "Abgesicherter Modus" angezeigt.
In der Mitte des Desktops prangt ein Warn-Fenster mit dem Text

       Explorer.exe  -  Systemwarnung

           ! Unknown Hard Error

Bei einem Klick auf den Doppel-Pfeil in der Fußleiste ">>" erscheinen alle Desktop-Icons mit ihrer Text-Bezeichnung als Menue und sind auch fast alle aufrufbar; auch vorher (im Normal-Modus) geschickt platzierte Verknüpfungen erwiesen sich als recht hilfreich.   ;-) 

Ein Herunterfahren des PC-s war allerdings nur über den Affengriff (mit dem Taskmanager) möglich.

2. Das aktive Programm "Hardcopy" wurde zeitweilig nicht im Systemtray angezeigt.

3. Die Infobereichs-Anzeige (Systemsteuerung) war zeitweilig nicht einstellbar -> siehe Hardcopy-Problem.

4. Dem Browser "iron" wird keine Synchronisierung mit dem Google-Hauptkonto erlaubt (lästig, die eigenen Favoriten fehlen dann!).

5. Der "Ruhezustand" funktioniert fast immer nicht korrekt.
Aus unerklärlichen Gründen schaltet sich der PC von selbst wieder ein, ohne daß z.B. eine neue eMail oder ein anderes - für mich erkennbares - Ereignis eingetreten ist.

6. Das unter Windows-8 und 8.1 unbedingt erforderliche Classic Shell Startmenue ist nicht mehr zwingend nötig, aber es hilft ein wenig bei der ersten Installation von Windows-10 Preview.
Ich habe dieses kleine Progrämmchen inzwischen bei mir wieder deinstalliert . . . und komme jetzt auch mit dem hier im Startmenü vorhandenem "Kachel- und Standard-Icon Gemisch" zurecht.
Auch im Anwendungs-Betrieb lassen sich die Kachel-Apps jetzt besser handhaben als in der unseligen Windows-8 Version.