Montag, 15. Dezember 2008

Der Spruch zum Wochenanfang

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Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann.
Das Gegenteil ist schon schwerer.

von Kurt Tucholsky

Montag, 8. Dezember 2008

Beschwerde-Mails mit Beschimpfungen als Kapitalist (+Tod)

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Mit meinen beiden letzten Blogeinträgen habe ich mir einige unwirsche Beschwerde-eMails eingehandelt.
Da haben wohl immer noch einige Mitmenschen Probleme mit "kapitalistischen" Hausbesitzern und andere können immer noch nicht mit dem Tabu-Thema Tod umgehen.
Erfreulich war bei all diesen Mails, daß da keiner auf die Idee kam, den dort vorgebrachten Inhalt hier im Blog als Kommentar zu posten; die hätte ich sonst wohl allesamt löschen müssen.

Zum Thema Häuschen zu vermieten  (7 eMails)
Nein, ich bin kein "Erz-Kapitalist" oder "Kapitalisten-Schwein".
Als Beweis dafür mögt ihr werten, daß mir das Finanzamt vor einigen Jahren geschrieben hat, daß ich doch bitte keine Einkommensteuererklärung mehr einreichen möge . . .
Da hat wohl ein Finanzbeamter ob meiner kleinen Rente eingesehen, daß mir auch unser vermietetes Häuschen nicht zum Reichtum verhelfen wird und daß da wohl auch bis zu meinem seligen Ende keine wesentliche finanzielle Verbesserung zu erwarten sei.
Ja, ich bin allen Ernstes und auch als als Grund- und Hausbesitzer von der Abgabe der jährlichen Einkommenssteuererklärung befreit worden.
Aber immerhin: Meine Klamotten sind noch ohne Löcher, meine Schuhsohlen sind noch nicht durchgelaufen und mein 9 Jahre alter Mazda hat seinen Geist auch noch nicht aufgegeben.
Sogar Hartz-4 ist mir erspart geblieben.

Zum Thema Tod und Grabstein  (4 eMails)
An dieser Stelle möchte ich mich zunächst einmal bei Lasse bedanken.
Er weiß warum und Andere können sich's denken, wenn sie seine Schriften aufmerksam gelesen haben.
In einer der eMails wurde ich recht deftig beschimpft.
Ich hätte wohl noch nie das Wort Pietät gehört oder gelesen, geschweige denn verstanden. Die Worte wurden in einer der anderen eMails noch gröber - wer weiß schon, was Pietät ist - und dann kamen zum Schluß der eMail so ein paar Bolzen, daß ich wohl als "junger Schnösel" keinen Repekt vor den den älteren Mitbürgern hätte".
Auweia, da war aber jemand sehr oberflächlich in seiner Empörung und hatte wohl in der Aufregung vergessen, in mein Impressum hinein zu schauen . . .

Warum haben eigentlich so viele Menschen einen gestörten Umgang mit dem Tod?
Eine der Ursachen ist wohl, daß der Tod immer noch ein Tabu-Thema ist.
Aufgrund eigener Erfahrungen (ich war erst 11 Jahre alt, als meine Mutter starb) habe ich meinen Kindern schon früh beigebracht, daß jeder Baum und jeder Strauch seine Zeit hat. So waren Sie auch darauf vorbereitet, als das erste Meerschweinchen starb und feierlich in einem Schuhkarton begraben werden mußte.
Später, als dann der geliebte Opa starb, da sang eines unserer Kinder im Wald ein Liedchen für ihn und blickte dabei auf zu den weißen Schäfchen-Wolken im Himmel. Ja, Opa war zeitweilig beliebter als die Oma, weil er sich nicht zierte und auch noch das eine oder andere Stück Schokolade fünf Minuten vor dem Essen in den Kindermund stopfte.

Der Tod ist unser ständiger Begleiter, so, wie der Regen, die Sonne, der Wind und der Schnee.
Es ist ein ständiges Kommen und Gehen um uns herum.
Im Frühjar blühen die Blumen im Garten und bald darauf sind sie schon wieder verwelkt.
Nur wir Menschen, wir dürfen nicht verblassen, verwelken und irgendwann einmal sterben?
Nein, wir müssen immer jung, schlank und knackig braun daher kommen. Und wehe, da zeigen sich im Gesicht einer Frau dann die ersten Fältchen!

Unser großes Problem ist: Wir haben nicht gelernt los zu lassen
Das Leben ist halt ein ständiges Kennenlernen und Abschied nehmen.
Ein Kommen und ein Vergehen.

Wenn ich nun den Spruch von Udo hier poste und direkt auf mich beziehe, dann meine ich nicht andere Menschen, Institutionen oder Vereine . . . ich meine mich.
Und ich würde mich freuen, wenn einige meiner Worte später, nachdem mein Körper längst zu Staub zerfallen ist, noch im Netz zu finden sind.

In diesem Sinne
Netzgärtner Kurt
 

Samstag, 6. Dezember 2008

Aktuelle Inschrift auf einem Grabstein

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Danke für deine eMilio und deine Begleitung beim Bürgernetz, lieber Udo!

Dereinst mag folgender Spruch von Udo auch auf meinem Grabstein stehen:

 "R.I.P. - Such mich nicht hier! Ich bin im Netz!"


Netzgärtner Kurt

Sonntag, 16. November 2008

Oskar Lafontaine, Lutz Heilmann und die Wikipedia.de

1. Update am 18.11.2008 - 17:32 h

Dem Leser, der nicht nur einfach draufhauen, sondern eher verstehen will, dem kann ich einen recht moderaten Artikel der Lübecker Nachrichten von vor genau 3 Jahren empfehlen:
Aus dem Leben eines Ex-Stasi-Mitarbeiter: Wer ist Lutz Heilmann?

~ ~ ~ ~ ~

Bei all dem Jubel um die Einstweilige Verfügung vom 13.11.2008 des Abgeordneten Lutz Heilmann gegen die Wikipedia.de vermisse ich den Dank an die Lübecker Richter, die diese Einstweilige Verfügung durchgewunken haben.
Diese Richter haben echte Weitsicht bewiesen und wußten, wie sie dem Recht auf die freie Berichterstattung Genüge tun konnten:
Sie machten der Wikipedia.de-Gemeinde den Weg frei zu einer einzigartigen Werbekampagne und führten damit den Verfügungskläger dem Volke vor.
Wow!, die Lübecker Richter stellten damit diesen unglücklichen Abgeordneten an den von diesem selbst ausgewählten Pranger.

Ein offenes Wort an den Genossen Oskar Lafontaine kann ich mir leider auch nicht verkneifen:
Bitte lieber Oskar, sorge für Klarheit und gebe den Wikipedianern den korrekten Text, den sie in ihrem "Lutz-Heilmann-Artikel" übernehmen können ohne dabei die Wahrheit noch weiter zu verfälschen.
Dabei wäre eine Trennung der Daten (mit genauem von-bis) wünschenswert:
a) Grundwehrdienst, b) Verlängerung auf freiwilliger Basis und c) Vollberuflicher Einsatz als (Dienstbezeichnung) bei der StaSi der DDR.

Und paß auf Oskar, wenn Du noch solche Eier im Nest hast, sorge dafür, daß diese nicht mehr ausgebrütet werden, sondern lege diese auf Eis!
Oder willst Du demnächst wieder in der Versenkung verschwinden?

In diesem Sinne,
Netzgärtner Kurt

Sonntag, 9. November 2008

Castor-Transport-Verwirrspiel, Ost- oder West-Route?

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Als treuer Staatsbürger hatte ich ja schon am Donnerstag mein Demonstrationsrecht in Anspruch genommen, heute schaue ich mir das ganze Trauerspiel bequem von zu Hause aus im Internet an.
Google Earth und eine spezielle Info-Seite im Internet an, die von einem Lüneburger Bürger betrieben wird, sind dabei meine dienstbaren Geister.
Nein, den Link zu dieser Seite poste ich hier nicht, ich möchte nicht, daß deren Server zusammenbricht . . . aber keine Bange, das scheint eine Seite zu sein, die noch auf dem Boden unseres Grundgesetzes steht. Es gibt ein ordentliches Impressum und auch eine richtige deutsche Domain!

Früher hatte mich das Thema Atommüll weniger berührt.
Aber seit dem Bekanntwerden der ungeheuerlichen ungeheuerlichen Sauerei rund um das Atommüll-Testlager in Asse gilt meine Sympathie fast uneingeschränkt den Demonstranten.

Unser Grundgesetz ließ den Demonstranten da einst einen recht weiten Spielraum:

Artikel 20
(1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.
(2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.
(3) Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden.
(4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.

Im Vergleich zur letzten Anti-Castor-Demonstration sollen im Moment 3 mal so viele Demonstranten am Ort des Geschehens sein.
Mich deucht, daß da das Volk in Sachen Gorleben gerade mit den Füßen abstimmt und marschiert.

Im Moment steht der Castor-Zug in Lehrte und das Verwirrspiel beginnt:
Der Rundfunk berichtete, daß die Weiterfahrt über die westliche Strecke * Rotenburg-Buchholz-Maschen-Lüneburg * führen solle.
Meine Info-Seite scheint das aber nicht zu stützen und berichtet über die Strecke Lehrte-Celle-Uelzen-Lüneburg . . .

Netzgärtner Kurt

Samstag, 8. November 2008

Eine Beerdigung im trüben November

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Gestern habe ich meinen früheren Arbeitskollegen Horst Giese auf seinem letzten Weg begleitet.
Rund 26 Jahre haben wir in der Verwaltung der Harburger Firma Behn & Behn zusammen gearbeitet. Horst saß einen Stock über mir im Einkauf und ich hab ihn dort oben so manches mal besucht, wenn mir an meinem Arbeitsplatz zu langweilig wurde.
Fast 75 Jahre alt ist er geworden.

Nun hat er seine letzte Ruhestätte auf einem schönen, kleinen Friedhof auf einer leichten Anhöhe in Ramelsloh gefunden.
Und unsereins fängt da langsam selbst an zu rechnen, wie viel Zeit einem noch bleiben könnte . . .

Netzgärtner Kurt

Donnerstag, 6. November 2008

Castor: Ich war heute in Gorleben und Dannenberg

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Heute war ich in Gorleben und begleitete danach in Dannenberg eine Demonstration.
Damit habe ich meine heutige Tagespflicht als Staatsbürger absolviert.
Ich bin hundemüde von dem Marsch, der mich auch an dem Container-Dorf der Polizei und an der Castor-Verladestation vorbeiführte.

Bevor hier irgendwelche Mißverständnisse entstehen:
Nein, ich war kein Demonstrant.
Ich war Teil der "Öffentlichkeit", für die solche Demonstrationen ja auch gedacht sind.
Und ich war beeindruckt.

Und jetzt bin ich hundemüde und gehe ins Bett; so ein Staatsbürger-Dasein ist halt doch recht anstrengend.

Netzgärtner Kurt

Mittwoch, 5. November 2008

Aufstand in Watts 1965 - Barack Obama 2008 PräsidentenWahl

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Heute bin ich erst um 5:30 Uhr ins Bett gekommen, weil mich die Präsidentschaftswahl in den USA doch in ihren Bann gezogen hatte.
Was in den 60-iger Jahren undenkbar war, das sollte jetzt möglich sein?
Ein Farbiger als Präsident der Vereinigten Staaten?

Im Frühjahr 1965 durfte ich in einem deutschsprachigen Kino in Los Angeles erleben, wie mindestens 5 Reihen vor und hinter einem gut gekleideten Farbigen leer blieben.
Wenn ich mich richtig erinnerte, spielte dort gerade der Film "Heimweh nach St. Pauli" von Freddy.
Der dunkelhäutige Gentleman steckte in einem noch dunkleren Nadelstreifen-Anzug, trug eine Krawatte im samtigen dunkelroten Ton und auf der Nase eine Goldrand Brille.
In Hamburg hätte er so in unsere Staatsoper gehen können.

Nein, in die Nähe eines solchen Menschen setzte man sich in den 60-iger Jahren doch nicht . . . auch nicht in dem ansonsten recht toleranten und sonnigen Süden von California.

Auch meine damaligen Arbeitskollegen in der Firma Morrison Machine Company in Lawndale hatte da so einige Schwierigkeiten, als ich sie zu einer Party einlud. Das lag daran, daß ich so langsam durchblicken ließ, daß da auch ein dunkelhäutiger Freund kommen würde, den ich am El Camino College kennen gelernt hätte . . .
- Die Party fand nie statt.

Und heute, fast 50 Jahre später sollte doch tatsächlich ein dunkelhäutiger die Chance haben, als Präsident gewählt zu werden?
Das mußte ich mit erleben, so, wie ich den Aufstand von Watts im Jahre 1965 miterlebte.
Nein, damals traute ich mich auch nicht auf die Straße und hörte stattdessen lieber den Funk der Polizei und der Rettungsdienste ab.
Und gestern saß ich halt mit meinem Sohn die ganze Nacht vor dem Fernseher . . .

Wer den Aufruhr von Watts und die späteren Unruhen in Los Angeles von 1992 nicht kennt, der kann kaum nachfühlen, was da gerade in den USA geschehen ist:

Barack Obama hat die Wahl zum Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika gewonnen!
Möge er eine glücklichere Hand haben, als der scheidende Präsidet George W. Busch.


Netzgärtner Kurt
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Montag, 27. Oktober 2008

Die Google Suchmaschine: Fluch oder Segen?


Update: 4.06.2009 -10:32 h
Google scheint das Problem zu ignorieren, das 'Ding' ist leider wieder aktuell!

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Update: 11. November 2008 - 18:56

Der Anbieter des Trojaners hat sich ein wenig zurückgezogen . . .
Zur Zeit wird das korrekte Programm für den Windows-Media-Player 11 geliefert.
Wenn man sich die dubiose Download-Seite von mediaplayer-11.com allerdings genauer anschaut und mit dem Download von Chip.de vergleicht, dann fällt auf, daß da immer noch irgend etwas im Busch ist:


Versucht einmal einen der Bewertungsbuttons anzuklicken, da kommt dann anstatt der Bewertung gleich das Download und dieses ist je nach Gusto des sonderbaren Anbieters mit einem Trojaner gespickt oder aber es wird auch mal das möglicherweise korrekte Programm herunter geladen . . .


Aber auch Google
konnte sich bisher noch nicht entschließen, seine - in meinen Augen unfaire - Werbung im Kopf der Suchergebnisse zu unterlassen. Das Perfide daran ist ja, daß da der Text "Anzeige" bis zu 15 Zentimeter vom Zeilen-Ende der Werbung erscheint und damit nicht mehr im Blickfeld des Suchenden liegt. Da hilft auch der gelb hinterlegte Hintergrund nicht viel oder wird gar als besonders gut mißverstanden.
Ein Klick auf das Bild und ihr erhaltet dieses in voller Größe:


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Update: 5. November 2008 - 22:10
Google scheint die von mir beanstandete Werbung herausgenommen zu haben.
Ob da der Artikel im Augsblog.de vom 2. November 2008 nachgeholfen hat oder nicht, ich weiß es nicht:

Allerdings erscheinen bei Google immer noch Werbeanzeigen, bei denen der Hinweis, daß es sich bei dem vermeintlichen Suchergebnis um Werbung handelt, mehr als 15 Zentimeter vom rechten Ende des Werbetextes entfernt ganz rechts am Bildschirmrand.

Also:
Vorsicht bei Google-Suchergebnissen, wenn deren Text gelb unterlegt ist und prüfen, ob der Anbieter wirklich seriös ist!

Ist ein vertrauenserweckendes Impressum vorhanden?

Das gilt natürlich auch für alle anderen Suchergebnisse von Download-Seiten. Schaut einmal genauer hin, was euch da für Links angeboten werden und seht nach, daß da auch PC-Welt.de (oder Chip.de) drin ist, wo PC-Welt (oder Chip) drauf steht.
Die Fälscher sind fleißig am Werk!

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Update: 1. November 2008 - 12:52 / 4. Juni 2009 - 9:46
Die Google-Trojaner-Werbung für den "Windows Media Player 11" ist immer noch Online!
. . . mal gelb unterlegt im linken Anzeigebereich und
. . . mal schwarz auf weiß ganz rechts im Bereich der Anzeigen . . .

Soweit zur Sicherheit und Seriosität der Google-Suchergebnisse!

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Update: 29. Oktober 2008 - 18:22
Es hat halt gedauert, aber jetzt ist die Information über diesen Trojaner auch im Netz angekommen:
und

Das Sicherheitsrisiko wird mit einem gelben Punkt zwar noch als gering eingestuft, aber das könnte sich leicht ändern . . .
Wer die "Lizenzbedingungen" für das Ding liest, dem schwant Böses . . .
Es empfiehlt sich daher, beim Installieren von neuen Programmen aufmerksam hin zu schauen und nicht einfach die angebotenen Auswahlen 'weg zu klicken'.
Spaßig ist dabei, daß die Lizenz-Vereinbarung für die Installation der heruntergeladenen Datei im Kopf immer noch heißt:

"Software Lizensvereinbarung für Windows Media Player 11"

Scrollt man dann aber den Text durch, dann findet sich keinerlei Verweis mehr auf dieses Microsoft-Programm . . . aber so ein schöner Text wie:

§ 03. Vertragsgegenstand:
Der Kunde erhält unentgeltlich eine einfache Lizenz an einer Werbesoftware.
Und der Haken in dem Bestätigungsfel ist natürlich auch schon "von Amts wegen" gesetzt! Da ist dein Bestätigungsklick in diesem Feld gar nicht mehr notwendig.
Nachtigall, ick hör dir trapsen!
Mit Annahme dieser sogenannten "Lizenzvereinbarung" kann dein freundlicher Werbehelfer so ziemlich alles mit deinem PC machen, aber er sichert dir ja wenigstens im Text zu, daß keinerlei persönliche Daten gesaugt werden.
Trau schau wem - in Tschechien, in der Karibik und im Großraum München (?).
Wie es euch im Netz ergehen kann, wenn ihr nicht aufpaßt, könnt ihr bei Mario A. nachlesen:

http://www.to-you.de


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Google-Hamburg hatte zwar gestern mit einer freundlichen, aber nichtssagenden, eMail geantwortet, die tolle Werbeanzeige prangt aber immer noch so dann und wann im Hauptfeld der Suchergebnisse an 1. Stelle . . .
Ist Google schon zu groß und zu schwerfällig geworden oder aber wollen die Macher dort sich das lukrative Werbegeschäft mit dubiosen Anzeigen nicht verderben?

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Update: 27. Oktober 2008 - 19:14


So, mein Bruder Gerd hat den Trojaner jetzt auch mit AntiVir getestet (27.10.2008):

Der AVG-Viren-Scanner ist auch nicht mit dieser Datei zufrieden

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Die augenblickliche Problematik, daß Google möglicherweise sogar durch die Verbreitung eines Trojaners mit ihren Werbeanzeigen Geld verdient, möchte ich hier erst einmal ausklammern.
Die Art der Werbe-Einblendung halte ich aber, milde gesagt, für verwerflich.
Wenn der Hinweis-Text "Anzeige" bei einem 19"-Bildschirm in einer Entfernung von rund 18 Zentimertern vom letzen Buchstaben der Anzeige entfernt und ganz am rechten Rand erscheint, so liegt dieser Hinweistext nicht mehr unbedingt im "Aufmerksamkeitsbereich" des Betrachters und dürfte somit bei einer gerichtlichen Überprüfung wohl glatt durchfallen.

Na, wo endet denn hier die Werbung ganz genau?
Für richtige Antworten gibt es ein extra Lob!
Na? Erkennt ihr auf Anhieb, wo hier die Werbung aufhört?

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Inzwischen habe ich die Firma Google in Hamburg auch schon per Telefon erreichen können und mir liegt eine ordentliche eMail-Adresse vor, von der aus mir tatsächlich ein nettes menschliches Wesen und kein Robot antwortet . . .

Für Google dürfte diese Anzeige-Problematik von Fake-Anbietern nicht ganz unbekannt sein, hatte doch schon am 17.10.2008 eine ähnliche Anzeige für die Suche nach dem Adobe-Flash-Player 10 mit einem entsprechenden ScreenShot ins Netz gestellt:

Gefährliche Google-Anzeigen

Alternativer link (Cache) falls das Original einmal nicht angezeigt wird.

Im Netz sind bisher fast keine Fundstellen zu diesem Trojaner oder zu der "ausliefernden Firma" zu finden.
Das Ding ist ja auch noch brandneu . . .
Es fehlen also noch alle Daten zu der genauen Art der Gefährdung unserer PC's und bisher ist die Domain "mediaplayer-11.com", unter der der Trojaner an den Mann gebracht wird, nur im Gulli-Board negativ aufgefallen:
CONSUMER BENEFIT LTD.

Kaspersky bezeichnet diesen Trojaner als
Trojan-Downloader.Win32.Agent.akfv

Avira dagegen nennt diese zum Download angebotene Datei WMP11.exe in der Anfangsphase der Überprüfung (beim Auspacken der gezippten Datei) lediglich "ADSPY/ConsumB.A"
Wer schnell Genaueres wissen will, der möge die FETT-geschriebenen Textteile als Suchbegriff bei Google eingeben . . . oder bei Google.de in Hamburg anrufen. :-)
Die verdächtige Anzeige ist bei Google immer noch 'drin' und ich habe auch noch keine Stellungnahme erhalten.
Vielleicht sollte ich einmal bei Heise.de anfragen?
Die sind dort meistens sehr fix . . . aber dann wird das auch deutschlandweit breitgetreten.
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Dieser Text wird laufend aktualisiert,
damit auch die aktuellen Erkenntnisse anderer Leser,
die mir per eMail oder per Blogkommentar zugehen,
berücksichtigt werden können.
Noch ist es verdächtig ruhig an der Spam-Bot-Front . . .


Netzgärtner Kurt