Dienstag, 28. Februar 2006

Was macht dieser Google-Blog aus unseren Umlauten?

http://netzgarten.blogspot.com/2006/02/mein-erster-eindruck-als.html
Schaut euch nur einmal diese Zeile am Ende meines Eintrags an:
Links to this post:

Titel - Ämter - Würden - 'Magister der Internetistik'

Der dahinter liegende Link führt zu dieser Seite, die aber auch nicht soo viel schöner aussieht:
http://netzgarten.blogspot.com/2006/02/titel-mter-wrden-magister-der.html

Das Entfernen der anderen Sonderzeichen im Überschriften-Text und auch das Umsetzen der Großbuchstaben in Kleinbuchstaben klappt dagegen wunderbar.
Ich wette, die haben da bei Google für diese Blogsoftware etliche Ö-Streicher beschäftigt!

Selbstverständlich habe ich auch das Feedback-Formular in diesem Blog benutzt und Google gebeten, diesen Zeichensalat zu bereinigen . . . mal sehen, wie schnell und flexibel die Mitarbeiter bei Google reagieren.

Netzgärtner Kurt

Montag, 27. Februar 2006

Titel - Ämter - Würden - 'Magister der Internetistik'

(Oder: Kann ein Blog auch die Funktion eines Forums abdecken?)

Mir wurden hier in den Kommentaren meines Blogs mehrere Titel angetragen.
http://netzgarten.blogspot.com/2006/02/mein-erster-eindruck-als.html
Den Doktor-Titel habe rundweg abgelehnt, das gibt Ärger.
Den 'Professor' kann ich wohl auch kaum annehmen, aber was ist mit dem 'Magister'?
Genießt dieser Titel inzwischen einen gewissen gesetzlichen Schutz und gilt dieser Schutz auch für den vermeintlich rechtsfreien Raum des Internetts?
Im Zeichen der derzeitigen Abmahnwut einiger weniger Anwälte bin ich da inzwischen sehr vorsichtig geworden . . .
Wer weiß Rat, ohne hier gleich wegen einer 'Rechtsberatung' in die Bredouille zu geraten?

Netzgärtner Kurt

Samstag, 25. Februar 2006

Die Fifa - deren Werbung - und die Presse

Quelle
Am 24. Februar 2006 schreibt die FAZ.NET unter anderem:
Der Internationale Fußball-Verband (Fifa) wird von seinem autokratischen Präsidenten Joseph Blatter seit Jahren von einer wirtschaftlichen und sportpolitischen Daueroffensive zur nächsten geführt. Rückschritte sind nicht eingeplant. Mit aller Macht verteidigt die Fifa die Rechte ihrer Sponsoren und Medienpartner.

Dem Artikel der FAZ habe ich nichts hinzuzufügen . . .
mehr . . .

Dienstag, 21. Februar 2006

Will die Fifa mit uns Fussball spielen? Im Netz der Netze?

Daß unser vielgeliebter Fußball nicht immer nur eine Goldgrube ist, sondern manchmal auch ein Faß ohne Boden, das hat sich schon unter den Fans herumgesprochen. Da muß also Geld her, koste es was es wolle.
Aber die letzten Eskapaden der Fifa schlagen dem Faß doch den Boden aus!
Die haben sich doch fast alle Worte oder Begriffe, die irgendwie nach "Fußballweltmeisterschaft anno 2006" klingen markenrechtlich schützen lassen.

Damit eines klar ist:
Als Internet-Provider ist mir AOL zwar recht, aber wenn ich mir den HSV in Hamburg ansehe, dann gehe ich ins Volkspark-Stadion.
Auch "Maße" schreibe ich immer noch mit dem schönen "ß", damit der kleine Unterschied zwischen der Masse einer Frau und deren Maße deutlich wird.
Und wenn die Fifa meint, daß man sich alles kaufen kann, dann hat sie sich vermutlich geschnitten.

Das Handelsblatt in Düsseldorf brachte kürzlich einen trefflichen Artikel:

Quelle: http://blog.handelsblatt.de/adhoc/eintrag.php?id=363
Freitag, 17.02.2006
Böses Fifa-Sprachfoul (TM)
Pass' auf was du schreibst, du könntest ein Markenrecht verletzten. Die Zeiten als die Gedanken und ihre Repräsentanten in Schriftform frei waren, sind vorbei. Der Duden ist nicht länger nur ein Wörterbuch, sondern verwandelt sich in ein Verzeichnis der Trade Marks.
mehr . . .

Netzgärtner Kurt

Freitag, 17. Februar 2006

Mein privates Forum ist umgezogen !


Heute bin ich mit meinem Privaten Forum in werbefreie Gefielde umgezogen.
Bitte den Link zum Forum OHNE "www" eingeben, sonst kann es beim i-Explorer zu einem Login-Fehler kommen.

Hier ist die neue Adresse:
http://kurt-staudt.de/forum1

Netzbürgerliches rund um Hamburg

Netzgärtner Kurt

Donnerstag, 16. Februar 2006

Der Artikel der Woche: Zensur - Der Balken im Auge

Im Online-Magazin TELEPOLIS des Heise Verlages findet ihr heute einen lesenswerten Artikel mit dem Untertitel

Die Zensur durch die Religion vom "Geistigen Eigentum"
ist unsichtbarer aber umfassender als die Zensur
durch traditionelle Religionen

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/22/22047/1.html


Netzgärtner Kurt

Sonntag, 12. Februar 2006

Was kommt nach der Abmahnwelle?

So, ich glaube, daß ich jetzt den ächten Autor der Story gefunden habe:
Es ist ein Foren-User mit dem Nick "Gorres" im Forum von www.ioff.de
http://www.ioff.de/showthread.php?s=&threadid=54844

Gorres schrieb diese Satire im Forum am 18.08.2003 und bestätigte, daß er der Urheber dieses Textes sei und daß dieser kopiert und weitergegeben werden darf (Eintrag vom 27-08-2003, 15:00).
Da ich bisher keine ältere Version dieses Textes gefunden habe, glaube ich diesen Worten.
Zu meiner Absicherung, falls ich diesen Text einmal in voller Länge verwenden werde, habe ich zusätzlich Google.de mit dem Eingangssatz befragt und erhielt genau 2.680 Antworten.
Der zweite Such-Satz (natürlich auch in Anführungszeichen eingegeben!) ergab noch 2.210 Antworten:
"2050: Europa und die USA sind in einem Handstreich vom Irak
eingenommen worden"
Sollte dennoch irgendwer nicht mit meinem Zitat hier im Blog einverstanden sein, so stehen diesem natürlich alle in meinem Impressum genannten Rechte (Löschung, Gegendarstellung oder Korrekturen etc.) zu . . .
____________________________________________________

Die Zukunft der Musikindustrie
2006: Die Musikindustrie bringt ein neues Tonträgerformat heraus: Die
"Smart CD". Sie benötigt spezielle Abspielgeräte mit
Internet-Anschluß. Die Smart-CDs lassen sich nur abspielen, nachdem
vorher eine Lizenz über das Internet gekauft wurde. Lizenzen gibt es
nur noch temporär, es ist nicht mehr möglich, ein Musikstück "für
immer " zu erwerben. Dafür werden die "Smart-CD"-Spieler im Bundle
mit einem Musik-Abo für einen Euro angeboten.

~ ~ ~ (gekürzt)

2050: Europa und die USA sind in einem Handstreich vom Irak
eingenommen worden. Die Iraker brauchten nur einen einzigen Muezzin,
um die halbe Streitmacht der Westmächte auszuschalten, die sich, an
Schall nicht mehr gewöhnt, mit zugehaltenen Ohren am Boden wälzte.
Die andere Hälfte und die zivile Bevölkerung wurden dadurch gewonnen,
daß man ihnen Kinderlieder vorsang. Die Menschen fingen an zu weinen
und den Invasoren auf Knien zu danken, für diese neue und wunderbare
Gabe, die sie so lange vermißt hatten. Seither ist der Islam die
größte Weltreligion und das Reich Allahs unter der weisen Herrschaft
des Kalifen von Washington schwingt sich auf zu neuer Blüte.

Mehr unter . . . moralischer Bankrott der Musikindustrie
oder hier . . . . . http://minblog.twoday.net/stories/1537764/
oder hier . . . . . http://www.apfeltalk.de/forum/p261144.html

Diese satirische Betrachtung ist echt lesenswert!

Netzgärtner Kurt

Die letzte Korrektur beziehungsweise Ergänzung
erfolgte am 14. Februar 2006 um 22:32 h

Freitag, 10. Februar 2006

Die abmahnende Firma ist nicht immer die 'Böse'

Hier sind sich zwei Firmen in die Haare geraten.
Die abgemahnte Firma 'Tourinaut Reiseportal' behauptet, daß die Bahn AG sie wegen einer Verlinkung zu einer ihrer Seiten abgemahnt habe und verschweigt dabei in ihrer Presseerklärung, daß nicht die Verlinkung an sich, sondern nur die Benutzung des Bahn-Logos abgemahnt wurde - http://www.tourinaut.com/module/reisen/bahn-20050206-db.pdf

Ich zitiere aus dieser Seite http://www.firmenpresse.de/pressinfo18437.html :

09.02.2006Gekränkter Stolz - Deutsche Bahn AG billigt keine kostenlose Werbung für ihr Unternehmen!
Das Online-Reiseportal Tourinaut.de erhielt kürzlich eine Abmahnung auf Grund einer kostenlosen Verlinkung zur Fahrplanauskunft und Online-Ticketbestellung der Deutschen Bahn AG.
Erst ganz unten in dieser Presseerklärung findet sich der Hinweis auf das Logo der Bahn AG

Die Links und das Logo haben wir vorerst entfernt, aber unterschreiben werden wir nichts!
Sollen die mal klagen!

Na, wollt ihr mal raten, wie dieser Rechtsstreit ausgehen wird?
Nicht immer ist die abmahnende Seite die 'Böse'.
Nicht immer wird der Abgemahnte zu Unrecht angegriffen.
Allerdings sieht das Ganze auch ein wenig nach Rache der Bahn AG aus, weil sie in einer anderen Sache gegen die nun unter Beschuß genommene Firma unterlegen war.
http://www.tourinaut.com/module/reisen/bahn-20051229_Urteil%20_LG%20Koeln.pdf

Ich glaube, daß die Bahn AG die stillschweigende Nutztung des Bahn-Logos durch freundlich gesonnene Link-Setzer duldet ... Ob das einen Einfluß auf den Ausgang dieses Streites haben wird?

Netzgärtner Kurt

Donnerstag, 9. Februar 2006

Dienstag, 7. Februar 2006

Mein erster Eindruck als Prozessbeobachter am Amtsgericht zu Hamburg

Die Vorgeschichte mit den Details findet ihr hier:
http://www.heise.de/ct/tv/artikel/65267
______________________________________

An der Tür zum Verhandlungsraum Nr. 042 des Amtsgerichtes zu Hamburg (Sievekingsplatz 1) war ein Zettel mit Datum vom 7.02.2006 angeschlagen.
Auf dem Zettel stand als zweiter Termin: 9:oo Uhr: B. P. gegen jugendl. M. A.

Es ging um die unberechtigte Nutzung einiger Bilder von Stars (oder Sternchen) und um Hintergrundbilder (Wallpapers) auf der privaten Site des Beklagten, die auch mit Bannerwerbung bestückt ist.

Vorbemerkung
Da hatte jemand dem von einer Abmahnung (und von einem Folge-Prozeß) bedrohten 17-jährigen Jungen vorher noch einen Bärendienst erwiesen:
Nach dem Ende der Verhandlung meinte der Vorsitzende Richter, daß er da so ein Schreiben erhalten habe, worin ihm die Aufnahme in eine sogenannte "Richter-Datenbank" 'angeboten' wurde. Er deutete dabei an, daß dieses eine Folge der Publicity um den Fall sei und das der Beklagte Jugendliche ja auch zu dieser Publicity aktiv beigetragen habe.
Leider liegt mir der vollständige Text dieses Schreibens nicht vor.

Mal ganz ehrlich:
Wer versucht, einen Richter vor einer aktuellen Verhandlung konkret zu beeinflussen, der ist mit dem Klammerbeutel gepudert! Selbst ein 'kluger Rat' dürfte kurz vor einer Verhandlung absolut fehl am Platze sein.

Das Publikum
Vorsorglich hatte ich mir ein Schreiben von berufener Stelle besorgt, welches mir den Eintritt zum Verhandlungsraum sichern sollte, falls mehr Publikum erscheinen würde, als Stühle im Verhandlungsraum vorhanden sind.

Meine Verblüffung war grenzenlos.
Da warteten ganze 7 Leute vor der Türe des Sitzungszimmers!
Da waren der Jugendliche mit seinen Eltern und der Anwalt = 4
Dann kam noch das Fernsehteam vom Hessischen Rundfunk = 2
Ich glaube, da war noch ein weiterer Reporter anwesend = 1
Dann kamen noch ein Referendar (?) und ich, als 'Volk' = 2
Während der Sitzung schlichen noch einige Personen
herein, die ich als Referendare (oder ähnl.) einordnete = 3

Der Verhandlungsraum war also mit 8 auf den Zuhörerplätzen sitzenden Personen prall gefüllt.
Davor saßen der Anwalt des Klägers und die Partei des Beklagten.
Ganz vorne im Verhandlungsraum saßen neben dem Vorsitzenden Richter
noch 3 männliche Beisitzer.
- Ich war überwältigt von dem enormen Interesse der Öffentlichkeit, vor der sich die klagende Partei vor ein paar Wochen beim ersten Prozeßtermin verdrückte und sich dadurch ein Versäumnisurteil einhandelte.

Das Hessische Fernehen wird über diesen Fall vermutlich am Samstag, den 11. Februar 2006 um 12:3o Uhr berichten. Bis dahin werde ich mich mit einer weiteren Berichterstattung vornehm zurückhalten; Ich möchte mir nicht auch noch (siehe 'Maulkorb' für HR3) eine Einstweilige Verfügung einhandeln, die mir die Nennung des Namens der klagenden Partei verbietet . . .
Was stand da noch einmal auf dem Zettel an der Tür zum Verhandlungsraum?

Mein sehr subjektiver Eindruck ist, daß sich der Vorsitzende Richter nicht bewußt ist, mit welcher Brutalität seitens der Wirtschaft selbst gegen Jugendliche vorgegangen wird und welche Folgen dieses für die weitere Entwicklung des Internets haben kann.

Zum Schluß noch eine Bitte:
Ich bin schon ein etwas älteres Semester. Wenn ich aus diesem Grunde versehentlich etwas falsch dargestellt haben sollte, so kann das daran liegen, daß mein Gehör nicht mehr ganz so gut ist, wie früher. Sollte also jemand eine Korrektur anzumerken haben, dann werde ich diese hier selbstverständlich sofort umsetzen.
Aber auch Gegendarstellungen drucke ich hier gerne ab; ich möchte niemandem Unrecht tun.

Netzgärtner Kurt