Montag, 25. Juni 2007

Abmahnende Firma ist mutig - Verzicht auf positive Werbung

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Nein, es wird keine Sau durch Klein-Bloggersdorf getrieben . . .

Zur Einstimmung in das Thema ist dieser Artikel vom 21. Juni 2007 bei Spiegel-Online hilfreich:

Es bahnt sich ein neuer Kampf in der Forenszene an.
Der Forenbetreiber von ironsport.de - Patrick Albers - wurde erneut abgemahnt.
Was macht der arme Patrick nun?
Na, das ist doch klar:
Er löscht die zwei beanstandeten Forenbeiträge.
Und um nicht noch weiter in die Sch . . . . zu geraten löscht er gleich auch noch den ganzen dazugehörigen Foren-Thread.
Jetzt bin ich mal gespannt, ob die klagende Firma auch bereit ist, auf all die vielen positiven Statements zu verzichten, denn die sind ja jetzt auch futsch.
Oder wird diese Firma jetzt den Herrn Albers erneut abmahnen wollen, damit der diese jetzt fehlende Reklame wieder in sein Forum reinstellt?
Ich meine, das war ein schlechter Tausch für die abmahnende Firma.
Ich schätze mal, daß da so um die 20 Statements, die die Produkte der klagenden Firma positiv sahen, den Orkus hinuntergegangen sind. Die zwei negativen Beurteilungen dagegen hatten in dem Forum kein Gewicht und wurden schlicht ignoriert.

Unter dem Titel Ironsport wurde erneut abgemahnt findet ihr einen ersten Abriß dieser Abmahnung, die das Zeug haben könnte, bis in die letzte Instanz getrieben zu werden.
Supernature läßt grüßen.
Und die Moderatoren von Gulli.com bekommen wieder Lösch-Arbeit.
Mal sehen, ob in den Gulli-News ein Thema zu dieser neuen Abmahnung gegen Ironsport aufgemacht wird.

Noch eine Frage:
Was glaubt ihr, wie lange sich der Name der abmahnenden Firma noch unter dem Deckel halten lassen wird?
Patrick Albers schweigt eisern.
Der ihn vertretende Rechtsanwalt Dr. Bahr schweigt ebenfalls.
Aber da fehlt doch jetzt ein ganzer Thread in dem Forum . . . meint da einer, daß das nicht auf fallen könnte?

Netzgärtner Kurt
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Montag, 18. Juni 2007

Ist der Betrieb eines 'Abmahnforums' in Deutschland möglich ?

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Ist der Betrieb eines 'Abmahnforums' in Deutschland (un)möglich?
So ähnlich lautete der Startartikel des Moderators Korrupt im Gulli-Board am 15. Juni 2007
Der Artikel basierte auf einem über einige Zeit gewachsenem Interview mit dem Betreiber des Forums Forenabmahnungen.de / ig-foren.de - Carsten Rusch, aka Dr.Thodt.
War der Startartikel im Gulli noch recht sachlich, so zeigte die nachfolgende Diskussion recht schnell, warum es in Deutschland fast unmöglich ist ein Abmahnforum zu betreiben.
In dem neuen Diskussions-Thread tauchten recht früh unsachliche Unterstellungen auf, die oft mit dem Thread-Titel nichts zu tun hatten und darüberhinaus vermutlich mit einer in Gift und Galle getränkten Feder geschrieben wurden.
In diesem Zuge möchte ich dem Gulli-Moderator Korrupt dafür danken, daß er, in einem durchaus vertretbaren Rahmen, zum Lösch- oder Sperr-Button greift.
Der Grund für die Sperrung des auch bei den ig-foren.de erwähnten Users 'antiMahn' ist mir nicht bekannt.

Was ist denn überhaupt unter einem "Abmahnforum" zu verstehen?
Die eine Fraktion (zu der auch ich gehöre) versteht darin eine Art "Verbraucherforum zum Schutze gegen unberechtigte oder in der Höhe der Forderungen überzogene Abmahnungen".
Die zweite Fraktion möchte dagegen auch die Seite der Abmahnenden Firmen und deren Anwälte in dem Forum vertreten sehen.
Zitat aus dem Gulli (Sepulpa)
Solange das Ziel all derjenigen die ein "Abmahnforum" betreiben wollen nur die Verurteilung von Menschen ist die ihre Rechte schützen wollen wird es kein funktionierendes "Abmahnforum" geben, sondern höchstens Troll-Portale in dem geisteskranke User sich gegenseitig bei der Verurteilung von Menschen, die nur ihre Rechte verteidigen wollen, zustimmen.
Und dann gibt es noch die lieben Freunde, die so ein Forum als Übungsstätte benutzen, um Grundsätzliches zu testen - und dabei das Thema des Forums aus den Augen verlieren.
Der User Bell gab das im Gulli auch unumwunden zu (und das ehrt ihn) - ich zitiere:

"Gelandet war ich bei IG-Foren auf der Suche nach Möglichkeiten das Judenklatscher-Forum auch mit juristischen Mitteln in den Keller zu fahren."

Die vierte - oft anonym agierende - Fraktion ist die jenige, die als Auswirkungen eines solchen "Anti"-Abmahnforums befürchten muß, daß ihre Pfründe geschmälert werden.
Ob nun der oft verdächtigte Gulli-User Gravenreuth (aka Günni bei den ig-foren.de) zu dieser Fraktion gehört, vermag ich nicht zu deuten. Insider scheinen es aber als gesichert anzusehen, daß Personen aus der ehemaligen Dialer-Szene in diesem Bereich mitmischen.
~ ~ ~ ~ ~
Wer als Leser bis hierher gekommen ist, der möge sich einmal ernsthaft fragen, ob er sich zutrauen würde, als Forenbetreiber eines Abmahnforums die Verantwortung für die zu erwartenden User-Beiträge zu übernehmen?
Bei der gegenwärtig in Deutschland bestehenden Rechtspraxis des "fliegenden Gerichtsstandes" (soweit es um Abmahnungen in Internet-Angelegenheiten geht) und bei den eigenartigen Rechtsauslegungen einiger Gerichte (allen voran Hamburg), steht er doch schon mit einem Bein im Gerichtssaal!

Meine Antwort zu der von Korrupt im Gulli aufgestellen Frage lautet schlicht und einfach:

  • Ja . . . aber . . .
  • Vorher gewinne ich im Lotto, damit ich mir den beginnenden Kampf leisten kann.
  • Vorher lege ich mir die Haut eines Elephanten zu, damit ich die kommenden Anwürfe aushalte.
  • Vorher suche ich mir ein sattelfestes Team von Moderatoren aus, die mit mir durch das Feuer gehen würden.
  • Vorher suche ich mir sach- und fachkundige Anwälte, die Spaß an der Freud haben.
Mehr zum Thema findet ihr auf meiner Homepage auf der Seite Hausrecht in Foren und in meinem Bereich Abmahnistan - das Andere Deutschland

Diese älteren Threads im Gulli-Board dürften die Angelegenheit auch ein wenig erhellen (aus rechtlichen Gründen habe ich diese nicht aktiv verlinkt . . .):

Kreative Pause zwecks Reorganisation: Forenabmahnungen.de wurde vorübergehend geschlossen
board.gulli.com/thread/746013-kreative-pause-zwecks-reorganisation-forenabmahnungende-wurde-voruebergehend-geschlossen/

IG-Foren wieder einmal offline (Warum der Thread-Starter gesperrt wurde, ist mir nicht bekannt)
board.gulli.com/thread/743991-ig-foren-wieder-einmal-offline

Supernature: Berufung gegen Hamburger Forenhaftungs-Urteil eingelegt
board.gulli.com/thread/784619-supernature-berufung-gegen-hamburger-forenhaftungs-urteil-eingelegt/

Netzgärtner Kurt
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Freitag, 15. Juni 2007

Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan - Rentner heute

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Meine "Rentenanpassungsmitteilung" ist heute per Post gekommen.
Und unser Bundestagspräsident Lammert ist fleißig weiter dabei,
eine Diätenerhöhung vorzuschlagen.
Was schrieb unser Dichter Friedrich von Schiller (1759-1805) schon damals?

Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan; der Mohr kann gehen.

Ich neigte mein Haupt in Demut und dankte im Stillen denen, die mir diese Gnade angetan hatten und mir satte 5,61 T€uro monatlich mehr geben möchten, damit ich nicht verhungere und auch nicht in Lumpen herumzulaufen brauche.

Als ich mich wieder gefaßt hatte, schrieb ich erst einmal einen Brief an meinen Heizungsbauer. Der hatte gerade einem seiner Mitarbeiter (wohl aus wirtschaftlichen Gründen) gekündigt.
Ich kündigte den Wartungsvertrag für meine Ölheizung - auch aus wirtschaftlichen Gründen.
Wahrscheinlich werde ich wieder - wie mein Vater nach dem Kriege - in den Wald gehen und Holz zum Heizen sammeln. Das teure Heizöl kann ich mir von der großzügigen Rente nicht mehr leisten.
Anschließend setzte ich mich hin und schrieb etliche Briefe mit folgendem Inhalt:

Betrifft: Kündigung - meines Zeitschriften Abonnements
209583436xxxx / 583436xxxx 03000xx

Sehr geehrte Damen und Herren!

Leider sehe ich mich aus finanziellen Gründen gezwungen, das bestehende Abonnement für xxx xxxxxx xxxxxxxx zum Ablauf der bereits bezahlten Bezugsperiode zu kündigen.
Ich bedauere diesen Schritt außerordentlich, aber die mir in diesem Jahr zugestandene"Rentenerhöhung" (BfA) wurde längst durch den T€uro und von der laufenden Teuerungsrate aufgefressen, sodaß mir kein finanzieller Spielraum mehr für diese Zeitschrift bleibt.
Bitte senden Sie mir eine Bestätigung über den Eingang dieser eMail.

Mit freundlichen Grüßen
Kurt Staudt

Dann fügte ich noch meinen Absender und diesen Text ein:

Anmerkung:
Alle meine eMails sind 'öffentlich' und dürfen freizügig weiter verwendet werden, es sei denn, ich bitte ausnahmsweise einmal explizit um Vertraulichkeit.
Diese spezielle eMail darf redaktionell aufbereitet und in Zeitschriften veröffentlicht werden; auch mein Name darf vollständig genannt werden.


Jetzt überlege ich nur noch, ob ich unser Haus verkaufen sollte.
Aber das ist ja eigentlich überflüssig, denn wenn ich die Grund-Steuern und die Raten für die Hypothek nicht mehr bezahlen kann, dann holt sich die Bank das Haus ja sowieso. Und das, was danach übrig bleibt, wird auch nicht weit reichen.

Vorsorglich hatte ich mir vor Jahren ja auch eine Gasleitung in meinen Keller legen lassen . . .
. . . vielleicht sollte ich, statt das Haus zu verkaufen, doch lieber den Gashahn aufdrehen?

Netzgärtner Kurt
aka Rentner Anton
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Donnerstag, 14. Juni 2007

Unerbetene Telefon-Anrufe (Cold Calls)

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Heute weckte mich so ein blöder Anruf mitten im schönsten Traum während meines wohlverdienten Mittagsschlafes.
Kann man dagegen nichts machen?
Doch!
Ich wehre diese unerbetenen Telefonanrufe je nach Laune auf unterschiedliche Art und Weise ab; z.B. indem ich die Callcenter-Mitarbeiter mehr oder weniger auf die Schippe nehme oder auch mal auf den Schlips trete.

Das lief dann heute Nachmittag in etwa so ab so:

* Hallo? (Meinen Namen nenne ich seit Monaten erst, wenn ich weiß, wer da am anderen Ende der Leitung spricht)
> Hier ist die Deutsche Telekom, wir möchten ihnen ein Angebot unterbreiten.
* Ich möchte sie darauf hinweisen, daß ihr Anruf bei mir auf Band mitgeschnitten wird . . .

> Ja, das machen wir hier im Callcenter auch.
* . . . außerdem kann ich ihre Telefonnummer bei mir auf dem Display nicht sehen; würden sie mir bitte ihre Telefonnummer sagen?

> Nein, das darf ich nicht.
* Nun, dann sind sie auch nicht von der Telekom!

> Doch, ich bin von der Telekom.
* Nun, wenn sie wirklich von der Telekom sind, dann nennen sie mir doch bitte einmal mein Geburtsdatum und meine Kontonummer.

> Ihr Geburtsdatum ist xx.xx.xxxx und ihre Kontonummer ist xxxxxxxxxxxx .
* Sind sie bitte so nett und informieren ihren Auftraggeber, daß ich mich über ihren Cold-Call beschweren werde?!

.-.-.-. Schnitt

Jetzt suche ich nur noch im Netz nach Informationen, ob der Bandmitschnitt des Telefonates vor Beginn des Mitschnittes angekündigt werden muß . . .
Und ich frage mich auch, ob die betreffende Mitarbeiterin des Call-Centers mir gegenüber mein Geburtsdatum und meine Kontonummer nennen darf - sie kennt mich ja nicht und kann nicht wissen, ob ich nur ein unerbetener Gast im Hause bin, der so ein Geburtsdatum in Verbindung mit einer Kontonummer gut gebrauchen kann . . .

Netzgärtner Kurt
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Samstag, 9. Juni 2007

Unser Verkehrsfunk ist die größte Scheiße !

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Wer managt eigentlich unseren Verkehrsfunk?

Sorry, die Fäkalsprache ist eigentlich nicht mein Ding, aber mit feinen und wohlgesetzten Worten kann ich mir meinen heutigen Frust nicht von der Seele schreiben.
Was nützt mir der Verkehrsfunk, wenn nicht auch im gleichen Atemzug gesagt wird, warum da ein Stau entstanden ist - oder in Kürze entstehen wird?

Könnte nicht auch eine Verkehrsprognose abgegeben werden, anstatt nur einen "stockenden Verkehr" von 3 Kilometern zu melden, der sich dann ganz schnell in einen echten Stau von 18 Kilometern verwandelt?

Ich bin stinksauer!
Warum?
Weil ich südlich des "Grenzflusses" Elbe wohne.
Und, weil ich heute unserem feinen Verkehrsfunk vertraute und um 9:oo Uhr in die Stau-Falle gelockt wurde!

Mein Sohn hat deshalb seinen Flieger nach Frankfurt verpaßt, der sollte so gegen 10:45 h abheben. Jetzt, um 15:10 h, sitzt er zwar in einem anderen Flugzeug, aber das Ding fliegt nicht los; es steht noch - für voraussichtlich 40 Minuten - in der "Warteschleife" auf dem Flugplatz in Fuhlsbüttel, weil im Süden starke Gewitter aufgezogen sind und der Pilot für Frankfurt keine Landeerlaubnis bekommt . . .

Dabei fing heute morgen alles gut an.
Wir waren um 8:15 h alle zum Frühstück in der Küche versammelt.
Keiner hatte verschlafen.
Und alle hatten, trotz der heißen Nacht, auch ausgeschlafen . . . es herrschte gute Laune.
Jetzt - es war genau 8:3o h - warteten wir auf die erste Verkehrsfunkdurchsage.
Der NDR auf 90,3 meldete: " . . . stockender Verkehr auf 3 Kilometern Länge vor dem Elbtunnel."
Nun, das kennen wir schon, das ist nichts Ernstes.
Vorsichtshalber drängt mein Sohn aber darauf, schon etwas früher als geplant, mit der Familienkutsche loszufahren.
Wir wohnen in Ehestorf, 3 km südlich der Bundesstraße 73 und rund 10 Kilometer westlich von Hamburg-Harburg. Die Autobahnauffahrt der A7 bei Moorburg war unser erstes Ziel.

Um 1 Minute vor 9 saß ich im Auto und hörte auf NDR Niedersachsen 103,2o die nächste Verkehrsfunkmeldung für die A7. Das war die gleiche Meldung wie um 8:3o Uhr; allerdings war der "stockende Verkehr" vor dem Elbtunnel um einen Kilometer angewachsen.
Um 9:o5 h meldete auch der NDR-Hamburg auf 90,3 den Stau mit den Worten "4 Kilometer stockender Verkehr vor dem Elbtunnel".
Wenns dicke kommt, dann fahren wir erst in Waltershof auf die Autobahn, aber so konnten wir die übliche Auffahrt Moorburg nehmen.
Bis Waltershof konnten wir mit satten 120 Sachen gen Elbtunnel düsen.
Direkt vor dem Elbtunnel kam dann etwas Verwirrung auf.
Wurden uns kurz vor dem Tunnel noch 4 Spuren mit grünen Pfeilen freigegeben, so änderte sich das direkt innerhalb der Tunneleinfahrt auf 3 Spuren. Die Spur Nummer 4 ( im 2-ten Tunnel) war plötzlich mit roten Kreuzen in den Ampeln markiert. Aber diese Spur wurde auch während der ganzen Tunneldurchfahrt nicht (wie sonst üblich) für den Gegenverkehr freigegeben - es kam uns kein einziges Auto entgegen.
Ja, und dann wars plötzlich Schluß mit Lustig!
Wir saßen mitten im Tunnel im Stau fest und nichts ging mehr.
Ab und zu krochen wir mal ein paar Meter vorwärts und dann warteten wir wieder geduldig. Nach 20 Minuten hatten wir den Elbtunnel geschafft, aber das war noch nicht das Ende vom Lied. Vom Elbtunnel bis nach Stellingen brauchten wir fast eine Stunde. Dort mogelte ich mich aus meiner Spur nach rechts durch die Absperrbaaken in Richtung Ausfahrt . . . der Kaffe drückte, und an der Leitplanke wollte ich ja auch nicht unbedingt pinkeln. Außerdem blinkte auch schon die gelbe Leuchte meiner Tankanzeige . . . ja, auch im Stau verbraucht so ein Autochen seinen Sprit!
An der Ausfahrt links ab und da war ja auch gleich die rettende Aral-Tankstelle.

Nun, bis zum Flughafen war der Verkehr über die Bundesstraßen zwar auch recht dicke, aber was solls, der Flieger war ja eh schon weg.

Auf der Rückfahrt - natürlich auf der Autobahn - wurde das ganze Dilemma deutlich (ich konnte ja die armen Autofahrer auf der Gegenfahrbahn stehen sehen:
Nicht nur vom Elbtunnel bis zum Kreuz Nord waren 5 kleinere Baustellen eingerichtet worden, nein, auch auf der zweispurigen Strecke vor Schnelsen war auch noch eine Fahrspur für Bauarbeiten gesperrt!

Warum, frage ich, warum wurden diese heute neu eingerichteten Baustellen nicht im Zusammenhang mit dem Verkehrsfunk gemeldet?
Bei Meldung dieser Baustellen hätte doch jeder Hamburger aus dem Süden die
S-Bahn genommen und hätte den Stau doch nicht auch noch vergrößert!

Soeben - um 16:46 h kam der Anruf von meinem Sohn: "Ich bin gerade in Frankfurt gelandet."

Netzgärtner Kurt

Freitag, 8. Juni 2007

'Nackte Tatsachen' beim G8-Gipfel (in Kühlungsborn)

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Am Rande des G8-Gipfels in Heiligendamm haben sich die lieben Greenpeace-Aktivisten mal wieder etwas einfallen lassen . . . und was macht die Polizei?
Sie reagierte humorlos und holte die nackt badende 'Greenpeace-Truppe'
sogar aus dem Wasser.
Ihr glaubt das nicht?
Na, dann schaut einmal heute am Abend bei den Nachrichten genauer hin!

Sind diese Drei nun auch 'Greenpeace-Aktivisten'
oder nur harmlose Urlauber?


G8-Gipfel: Nackte Tatsachen und Personenkontrolle 2007 Lurusa Gross (Bei Marcel Bartels findet ihr weitere Informationen zu Lurusa Gross)
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Links zum Thema:

Donnerstag, 31. Mai 2007

Links zum G8-Gipfel in Heiligendamm 6.-8. Juni 2007

Letzte Aktualisierung am 31. Mai 2007 - 19:24 h (Absatz 4.)

Unsere Medien halten sich zurück und berichten oft nur Belangloses.
Selbst in unseren ZDF-Nachrichten um 19:oo h und auch in der Tagesschau vom 1. Programm ist wenig an Hintergrundinformationen über den G8-Gipfel in Heiligendamm zu erfahren.
Aber wir haben ja das Internet . . . und da gibt es weniger Desinformation.
Da geht es doch schon ein wenig über das Nivea-u einer Boulevard-Zeitung hinaus:

1. zuender.zeit.de - Der Zaun im Kopf - ein Kommentar von Christian Bangel
"Wenige Tage vor dem G8-Gipfel wissen wir alles über die Ortschaft Heiligendamm.
Aber nichts über Möglichkeiten, die Globalisierung zu steuern."
2. zuender.zeit.de - Ein letztes Testspiel - ein Kommentar von Christian Bangel und Carsten Lißmann zum Protestmarsch am vergangenen Pfingstmontag in Hamburg.

3. Stern.de - Artikel vom 22. Mai 2007 "Internationale Festnahme"
Zwei Deutsche, eine Engländerin und sieben Russen sangen . . .
G8-Kritiker -"Internationale" gesungen - Festnahme

4. zuender.zeit.de - Das kleine Achtmalacht
Die Basisinformationen zum G8-Gipfel von Oskar Piegsa
Hier findet ihr eine weitgefächerte Übersicht mit einer gut aufgebauten Linkstruktur.

Diese Link-Liste wird ständig ergänzt.

Netzgärtner Kurt

Dienstag, 29. Mai 2007

Asien-Gipfel: Das 'Staatsgefängnis Hamburg' hatte Ausgang

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Ich fühlte mich bedroht.
Nein, nicht von den Demonstranten.
Es war die überall gegenwärtige Polizei mit deren Technischen Gerätschaften,
die mir ein bedrohliches Gefühl vermittelte.

Der Demonstrationszug wirkte auf mich wie der Marsch von Sträflingen
zu ihrem Arbeitslager (siehe Titel).
Warum hatte man den Demonstranten denn nicht die früher bei solchen Märschen üblichen Ketten mit schweren Eisenkugeln an die Fußgelenke geschmiedet?
Das wäre doch noch sicherer gewesen!

Meine Füße waren müde und ich wollte am Rödingsmarkt in die U-Bahn einsteigen. Aber die Gitter-Tore waren heruntergelassen und abgeschlossen.
Also marschierte ich weiter, vorbei an einem niedlichen, kleinen Räumpanzer.
Die daneben stehenden massigen Wasserwerfer wirkten da schon etwas bedrohlicher . . .

Der "Testmarsch zum G8-Gipfel" verlief relativ ruhig.
Unheimlich ruhig.
Später - im Schanzenviertel - entlud sich dann die aufgestaute Wut.
Aber das hörten die Teilnehmer des ASEM-Gipfels ja nicht mehr . . .

Mein nächster Weg führte mich zum Hamburger Rathaus.
Würde ich einen Blick auf das schöne Gebäude erhaschen können?
Ich ging auf der Willi-Brandt-Straße gen Osten.
Die erste Seitenstraße, auf die ich traf, war von Polizeifahrzeugen regelrecht zugekeilt; ebenso die nächste Seitenstraße.
Ich ging an der Kriegs-Ruine der Nikolai-Kirche vorbei und bog in die Straße "Trostbrücke" ein.
Tatsächlich, der Weg war frei.
Die üblichen Touristen, die die Heiligenfiguren auf der Brücke fotografierten und auch die Tafeln an dem historischen Gebäude der Patiotischen Gesellschaft studierten, waren da.
Hier war die Welt noch in Ordnung.
Aber an der nächsten Straßenecke war schon wieder Schluß.
Da war einfach kein Durchkommen zum Rathaus, die Polizeistreitmacht war in der Übermacht.

Nach etlichen Umwegen fand ich dann doch ein ganz einfaches Schlupfloch.
Doch doch, unsere "Volksvertreter" waren schon sehr geschickt, den anreisenden Diplomaten, die zum Asien-Gipfel ins Rathaus kutschiert wurden, eine heile Welt mit den üblichen Zuschauern zu suggerieren:
Sie ließen den Fußgängerstrom über den Jungfernstieg ungehindert passieren und man konnte so um 15 Uhr auch noch auf dem Reesen-Damm direkt am Fleet längs spazieren. Der größte Teil des Rathausplatzes war allerdings abgesperrt und der - unerreichbare - U-Bahn-Eingang war natürlich auch abgeschlossen.
Aber auch hier wimmelte es im ganzen Bereich nur so von Polizisten und deren Fahrzeugen mit blinkenden Blaulichtern.

An der Ecke Jungfernstieg - Colonnaden schlängelte ich mich durch ein massives Aufgebot von Polizei mit Wasserwerfern (und wiederum einem kleinen niedlichen Räumpanzer) . . . und dann war plötzlich Ruhe.
Nun gut, da standen noch an jeder Kreuzung die üblichen Polizei-Kleinbusse, aber das wars dann auch.

Am Dammtorbahnhof stieg ich dann in die S-Bahn nach Altona ein, um von dort aus dann wieder nach Hause zu fahren. In Altona hatte ich ja auch meinen Tagesmarsch begonnen, weil meine Frau mich mit dem Auto nicht näher an die Demonstration heranbringen mochte. Sie traute sich einfach nicht, weil schon die Palmaille an der Ecke zur Max-Brauer-Allee mit einem Peterwagen blockiert wurde.

Aber bis Altona kam ich nicht.
Was mich bewogen hatte ausgerechnet am Sternschanzen-Bahnhof auszusteigen, weiß ich nicht. Vielleicht war es ein wenig die Vergangeheit, die mich reizte?
Hier in der Nähe (in der Schönstraße) hatte ich Ende der 50-iger Jahre meinen Beruf erlernt und durch das heutige "Schanzen-Viertel" war ich damals oft mit dem Fahrrad zur Berufsschule nach Altona gefahren.

Schon am Ausgang des Sternschanzen-Bahnhofes wurde ich von einem massiven Polizeiaufgebot empfangen. Aber das beängstigte mich noch nicht und ich spazierte auf der Schanzenstraße in Richtung Reeperbahn.
So kurz nach der Kreuzung Kampstraße quoll plötzlich ein "schwarzer Haufen" mit tief auf das Gesicht heruntergezogenen Kapuzen aus einem Torbogen, sie warfen allerlei Brennbares auf die Straße und zündeten den ganzen Haufen mit einer Fackel an.
Die Knilche verschwanden unerkannt so schnell wie sie kamen . . . und ich machte mich auf die Socken, um aus dem Getümmel herauszukommen, bevor die Wasserwerfer auftauchen würden.
An der Ecke zum Schulterblatt - es war am Pferdemarkt Nummer 15 - setzte ich mich draußen an einen der Gartentische des 'Café Oktober' (wirklich nette Bedienung dort - ich komme wieder), um mich ein wenig auzuruhen und bestellte eine Cola.
Aber die Ruhe war bald vorbei.
Im Straßenzug Schulterblatt entwickelte sich ein Gerangel zwischen den dort zusammenströmenden Demonstranten und den Polizeikräften.
Ein dumpfer Knall . . . und plötzlich rannte alles; Schlagstöcke sausten nieder.
Ich nahm meine Cola und verschwand drinnen im Lokal . . . und der Wirt überlegte, ob er seine draußen stehenden Stühle auch in das Lokal hinein retten sollte, bevor die Demonstranten diese als Wurfgeschosse gegen die Polizei zweckentfremden würden.

Nachdem sich die Lage wieder ein wenig entspannt hatte, marschierte ich zum U-Bahnhof Feldstraße, um nun doch endgültig nach Hause zu fahren. Ich hatte inzwischen auch ein wenig Bedenken bekommen, daß ich selbst noch in den Schlamassel geraten könnte . . .
Zum Steinewerfen bin ich nun doch schon ein wenig zu alt . . .

Jetzt sitze ich hier zu Hause im Trockenen und grübele über das Demonstrationsrecht nach.
Wie sinnvoll ist eine Demonstration "auf der grünen Wiese", fernab von den Leuten, denen diese Demonstration gilt?
Und ich lese im Netz in einem Artikel vom Hamburger Abendblatt so etwas wie
Gegen 17.30 Uhr drängten die Beamten die verbliebenen Demonstranten in Richtung Schanzenviertel ab. Hier eskalierte die Situation: Vermummte Protestler bauten Barrikaden vor der Roten Flora auf, warfen mit Steinen auf die anrückenden Polizisten.
Es war also von der Polizei beabsichtigt, daß die Demo im Schanzenviertel weiter gehen sollte?

Ich grüble weiter: Wozu dient das Demonstrationsrecht überhaupt?
Ist es als Sicherheitsventil gedacht, das nur den Druck ablassen soll, bevor die Seele des Volkes überkocht oder soll durch eine Demonstration auch ein Signal an unsere "Volksvertreter" gesandt werden dürfen, so in dem Sinne "Bis hierher und nicht weiter . . . unsere Geduld mit euch ist zu Ende"?

Wenn ich da so an die letzten Urteile (besonders der Hamburger Gerichtsbarkeit) in Sachen Meinungsfreiheit in Foren und Blogs (und an den 'Schäuble-Trojaner') denke, dann schwant mir Böses.

Mein Vorschlag:
Wie wäre es mit der nächsten Demo auf hoher See auf einem Flugzeugträger?
Das demonstrierende Volk auf dem einem Flugzeugträger im Pazifik
und der tagende G8-Gipfel auf einem anderen Flugzeugträger im Atlantik . . . ?
So recht schön weit voneinander entfernt, damit beide Seiten tun können, was sie möchten?

Netzgärtner Kurt

Montag, 28. Mai 2007

G8-Gipfel - in Heiligendamm (vom 6. bis 8. Juni 2007): Sind Karikaturen noch erlaubt?


Die folgenden 3 Karikaturen habe ich in den letzten Tagen in meinem Briefkasten gefunden. Der oder die Künstler/-in blieb unerkannt . . . (Angst vor "Big Brother is watching you"?)

Sollte sich jemand von diesen Karikaturen in seiner Volksehre verletzt sehen, so bin ich gerne bereit, die Zensur-Schere in meinem Kopf und auf meinem Blog anzusetzten; eine kurze eMail und ein freundlicher Telefonanruf reicht (siehe Impressum).


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Am Rande des G8-Gipfels in Heiligendamm



Anton in der gemeinsamen Zelle 1906 mit unbekannten Demonstranten
Anton in der gemeinsamen Zelle 1906
mit
unbekannten Demonstranten
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Anton mit unbekannter Demonstrantin in Zelle 112
Anton mit unbekannter
Demonstrantin in Zelle 112

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Anton desinfiziert nach der U-Haft reumütig seinen PC
Anton desinfiziert nach der U-Haft reumütig seinen PC

Karikaturen: G8-Gipfel: Nackte Tatsachen und Personenkontrolle 2007 Lurusa Gross
(Bei Marcel Bartels findet ihr weitere Informationen zu Lurusa Gross)


Samstag, 26. Mai 2007

G8-Gipfel: Warum Politiker Angst vor dem Volk haben dürfen

Die Schlagzeilen, die in den vergangenen Tagen in der Tagespresse aufgetauchten, kratzen nur an der Oberfläche der Katastrophe, auf die unsere Politiker fast unbeirrbar zu steuern.

Solche (oder ähnlich lautende) Überschriften habe ich im Netz gefunden:

Telepolis, Florian Rötzer 22.05.2007
Die Bundesanwaltschaft lässt schnüffeln
~ ~ ~
Welt-Online, 23. Mai 2007, 10:39 Uhr
G-8-Gipfel - Empörung über "Stasi-Methoden" der Polizei
~ ~ ~
Focus-Online, 23.05.07 - 11:32 h
Schäuble verteidigt Geruchsproben (für Polizeihunde)
~ ~ ~
FAZ.NET, 23. Mai 2007
G-8-Gegner bekennen sich zu Brandanschlag auf Diekmanns Auto

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Unsere "Volksvertreter" haben aus der Vergangenheit herzlich wenig gelernt!

Anstatt sich mit den Ursachen der Verbitterung im Volke zu befassen, versuchen Schäuble Co. den (nach dem tödlichen RAF-Debakel) wieder aufkeimenden Unmut ihrer "Untertanen" zu unterdrücken.

Klar, wer an der Macht ist, der versucht auch, sich diese Macht zu erhalten . . .
Aber wer so dumm ist, auch noch das Sicherheitsventil der Meinungsfreiheit und des Demonstrationsrechtes zu zudrücken, der wird eines Tages von der aufgestauten Wut des Volkes hinweg gefegt.
Das hat wohl auch Herr Schäuble inzwischen erkannt, versucht er doch jetzt zurück zu rudern, indem er (imho scheinheilig) den Beitritt von Heiner Geißler (CDU) zu Attac ausdrücklich begrüßt.
Siehe auch . . . ad-hoc-news.de, 26. Mai 2007 - 03:46 h
Schäuble zeigt Sympathie für Globalisierungskritiker

Was waren seinerzeit die Ursachen, die zur Gründung der RAF geführt hatten und aus welchen Bevölkerungs-Kreisen kamen die aktiven Mitglieder und wer waren die Sympathisanten? - Das waren ja nicht die DAU's im Volke -
C. Dobschat befaßt sich in seinem Blog dobschat.de (am 17.03.2007 - 00:43 h) mit diesem Problemkreis: Zum Thema RAF

Mit Erschrecken stellte ich fest, daß selbst ich beim Lesen über den "Brandanschlag auf Diekmanns Auto" (siehe oben) beifällig nickte, anstatt Gefühle der Empörung zu entwickeln.
- Dabei bin ich doch nur ein von T€uro geschädigter und von Null-Runden gebeutelter Rentner, während unser 'Volksvertreter' Lammert ja schon seit gut einem Jahr laufend eine Diäten-Erhöhung fordert (Deutschlandfunk-Online, 24.05.2007).
Außerdem wohne ich in "geordneten Verhältnissen" am Rande des "Speckgürtels von Hamburg" . . .
Wie mögen sich da die wirklich armen Rentner in den Wohnsilos von Hamburgs Armenvierteln fühlen?

Mir sei eine provokative Frage an unsere 'Volksvertreter' gestattet (ich bin mir (fast) sicher, daß diese mich nicht verstehen werden):
Sollten wir Rentner uns vielleicht mit den Jungen Leuten (z.B. im Schanzenviertel) solidarisieren?
Und wenn Ja, warum nicht? *)

Netzgärtner Kurt

*) Frei nach Ephraim Kishon: "Gibt es den jiddischen Humor? Und wenn ja, warum nicht?"