Montag, 2. März 2009

Teil-2: Blockiert EON-Hanse den GAS-Anbieter Wechsel?

Letztes Update am 27.03.2009 - 10:42 h
Ein Engpaß im Leitungsnetz der Gasunie wurde jetzt erst einmal als virtueller "Störenfried" ausgemacht.
Siehe auch die detaillierte Betrachtung in der SHZ.de vom 27.02.2009

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2. Runde zum Thema: Blockiert EON-Hanse den GAS-Anbieter Wechsel?
Das Ergebnis meiner Telefonkontakte mit den 3 Mitspielern in dem jetzt erneut eskalierenden Konflikt Hamburger Bürger (und natürlich auch mit Eon-Hanse Kunden in anderen Gebieten) möchte ich euch nicht vorenthalten:

2. März 2009
11:58 h - E.on-Hanse. 
Wenn ich den Mitarbeiter an der kostenpflichtigen Hotline richtig verstanden habe, dann murmelte er zu meiner Frage nach den Wechsel-Problemen etwas von "einer Gasruine" *) und sehr deutlich verstand ich die Worte, daß es durch zu viele Wechsler eine Netzüberlastung gegeben hätte und daher ein Versorgerwechsel zu EWE nicht möglich gewesen sei. 
Die Firma Wingas, mit deren noch freien Durchleitungs-Kapazitäten, wurde in diesem Telefonat mit keinem Wort erwähnt. Diese Alternative wurde dann allerdings im nachfolgenden Schriftwechsel dargelegt. 

Ich bat diesen Mitarbeiter, sich schon einmal meinen Anruf zu notieren und in seinen Unterlagen zu vermerken, daß ich den von E.on-Hanse vorgenommenen Vertragsänderungen widerspreche.
*) Das Wort "Gasruine" war offensichtlich ein Hörfehler von mir, denn der vermutlich gemeinte Netzbetreiber Gasunie war mir bisher noch nicht bekannt.

Zur Erinnerung: E.on-Hanse hat das Vertragsende zum 31. Januar 2009 bestätigt, mich den Gaszähler ablesen lassen und auch eine Schlußabrechnung geschickt.
3 Wochen später wurde mir dann mitgeteilt, daß sie mich in die Ersatzversorgung aufgenommen hätten und teilten mir den teuerern Tarif mit. Das war am 16. Februar 2009.

12:07 h - Bundesnetzagentur in Berlin
Hier erhielt ich eine kurze und präzise Antwort auf meine Fragen:
Das von mir geschilderte Problem wäre bekannt und man habe E.on-Hanse bereits aufgefordert zu den zahlreich eingegangenen Beschwerden Stellung zu nehmen.
Bevor E.on-Hanse sich zu der Anfrage der Bundesnetzagentur geäußert habe, könne man mir keine weiteren Informationen geben.

12:09 h - EWE in Oldenburg
Die Stellungnahme deckt sich mit der gestern von E.on Hanse erhaltenen Auskunft und wurde näher erläutert.
E.on-Hanse betreibt mehrere verschiedene Netzgebiete, in denen unterschiedliche Gasqualitäten angeboten würden. 
Leider bekäme die EWE nicht so ohne Weiteres heraus, an welchem der 2 in meinem Gebiet befindlichen Versorgungsnetzte ich angeschlossen bin. Nun sei von der EWE deshalb versehentlich mein Vertrag für das falsche Netzgebiet (genauer: Marktgebiet) gekündigt worden und diese Kündigung habe E.on-Hanse zurückgewiesen.
Oder genauer: E.on-Hanse hat die Kündigung zwar angenommen, aber die Durchleitung der Gaslieferung seitens EWE nicht gestattet, weil diese Durchleitung für das falschen Marktgebiet beantragt habe.
Die im späteren Schriftwechsel genannten beteiligten Netzbetreiber Gasunie und Wingas wurden in dem Telefonat allerdings nicht erwähnt.

Fazit

Ich werte das Verhalten von E.on-Hanse subjektiv folgendermaßen:

1. Man verschleiere - unter Ausnutzung seiner Monopolstellung - die erforderlichen Daten und Verfahrensweisen, die zu einen erfolgreichen (und problemlosen) Wechsel des Gasversorgers erforderlich sind.
Ergo: Das festigt die Kundenbindung.

2. Da man den wechselwilligen Kunden leider langfristig von einer Kündigung abhalten kann, nimmt man diesen gerne wieder an und er darf den teureren Tarif der Erstzversorgung zahlen.
Ergo: Das sichert kurzfristig noch ein wenig den Gewinn des Unternehmens (wir haben ja noch die umsatzstarke Wintersaison) und der in meinen Augen höhere "Strafpreis" für das Gas könnte ja auch andere wechselwillige Gaskunden von ihren Gedanken an einen Wechsel zu einem anderen Gas-Versorger abhalten.

3. Jetzt bleibt mir noch die Arbeit, ein schön formuliertes Brieflein zu verfassen und dieses dann per Einschreiben mit Rückschein an meine beiden 'Partner' im E.on-Hanse Konzern zu senden.
Darin stehen dann so Sachen wie: Ich widerspreche der tariflichen Einstufung in die Ersatzversorgung, Abschlagszahlungen werde ich nur unter Vorbehalt der vollständigen Rückforderung leisten (und wenn ich nicht bald eine vernünftige Antwort bekomme, dann werde ich die Zahlung ersatzweise an die EWE vornehmen oder ganz einstellen). Natürlich wird auch jeweils eine Kopie an die EWE und eine Kopie - zusammen mit einer Beschwerde - an die Bundesnetzagentur in Berlin gehen.

4. Sofern jemand nicht mit meinem vorstehnden Text einverstanden ist, so möge dieser bitte eine Gegendarstellung direkt in meinem Blog posten oder mir diese Gegendarstellung per eMail zusenden. Aber auch auf telefonischem Zuruf bin ich bereit, meinen Text den rechtlichen Gegebenheiten entsprechend zu korrigieren, sollte ich mich da in meiner Meinung ein wenig mißverständlich ausgedrückt haben oder gar irrtümlich ein wenig von den nachweisbaren Tatsachen entfernt haben . . . 

Hier ist noch ein interessanter Artikel aus dem Hamburger Abendblatt, natürlich auch vom 26.02.2009:

und vom 31. Dezember 2008: Wettbewerb versagt

Netzgärtner Kurt

Sonntag, 1. März 2009

Blockiert EON-Hanse GAS-Anbieter Wechsel?

Letzte Aktualisierung am 24.03.2009 - 19:42 h

Vorsicht, es sind von mir noch nicht alle Daten überprüft worden.
Betroffene können meine Meinung durchaus noch beeinflussen und ich werde dann möglicherweise diesen Text hier korrigieren . . . 
Meine eMail-Adresse ist ja hier leicht zu finden und die Kommentar-Funktion ist selbstverständlich auch freigeschaltet und wird von mir moderiert.

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Auch mich hats jetzt erwischt!
In meinen Augen mißbraucht E.on-Hanse seine Monopolstellung als Gaslieferant im Hamburger Umfeld.
Die hier weiter unten stehenden Links sprechen da auch Bände!
Aber vorsichtig, es gibt sicherlich auch Links zur Entlastung von E.on-Hanse. Wer einen solchen Link gefunden hat, den bitte ich herzlichst um eine umgehende Mitteilung an mich, damit ich meinen Text entsprechend anpassen oder berichtigen kann.

Im vergangenen Herbst bekam ich von von meinem Strom-Anbieter EWE auch ein Angebot für den Bezug von Erdgas.
Aufgrund der im Internet gut dokumentierten Preis- und Kundenpolitik von E.on-Hanse war ich nur allzugern zu einem Wechsel bereit, zumal mir der alternative Anbieter EWE den Wechsel leicht machen wollte.

Aber Pustekuchen . . . wenn ich mich nicht täusche, dann hintertreibt E.on-Hanse den Wechsel zu einem anderen Anbieter in meinen Augen recht hinterlistig und mißbräuchlich unter Ausnutzung seiner Monopolstellung als Netzbetreiber.
Und wenn dann auch nur ein paar lukrative Wintermonate herausgeschunden werden und das Geld in der Kasse klingelt, dann freut es sicherlich auch die Aktionäre.

Werdegang

14. November 2008
Das Angebot von EWE, mir neben den Strom auch noch das Ergas für meine Zentralheizung zu liefern, erschien mir relativ preisgünstig.
Vorsichtshalber fragte ich bei der für mich zuständigen Geschäftsstelle in Hittfeld telefonisch an, ob denn auch hier im Hamburger Grenzgebiet (Ehestorf, 500 Meter von der Landesgrenze entfernt) das aktuelle Angebot gültig wäre.
Die Antwort war ein klares "Ja" und ich gab mündlich den Auftrag zur Übernahme der Gaslieferung und zur Kündigung meines Vertrages mit E.on-Hanse.
Diese telefonische Absprache bestätigte ich dann noch am selben Tage mit einer eMail.

18. November 2008
Die Vertragsunterlagen von EWE sind bei mir eingegangen und ich habe diese noch am selben Tag unterschrieben zurück geschickt.
Der gewünschte Lieferbeginn - 01.02.2009 - war schon von EWE in dem Vertragsformularen eingetragen worden.

9. Dezember 2008
EWE bestätigt den Eingang der von mir unterschriebenen Vertragsunterlagen und gibt mir in dem Schreiben unter Anderem den Hinweis:
"Mit der von Ihnen ausgestellten Vollmacht werden wir unverzüglich die Kündigung des Erdgasliefervertrages bei Ihrem derzeitigen Erdgaslieferanten unter Einhaltung der vereinbarten Frist vornehmen."
und
"Nach Klärung der notwendigen Voraussetzungen mit Ihrem örtlichen Netzbetreiber und Ihrem bisherigen Lieferanten werden wir Ihnen umgehend den Vertragsbeginn mitteilen."

28. Januar 2009
Der Versorgerwechsel scheint reibungslos zum vereinbarten Termin zu klappen, denn E.on-Hanse schickt mir ein Formular zum Ablesen meines Gas-Zählerstandes per 31.01.2009

5. Februar 2009
Ich erhalte die Schlußabrechnung von E.on-Hanse.
Diesen Versorger bin ich also termingemäß los . . . dachte ich . . .

16. Februar 2009
Ich falle aus allen Wolken.
E.on-Hanse teilt mir mit, daß ich zwar keinen Liefervertrag mit ihnen habe, sie aber die sogenannte Ersatzversorgung aufgenommen hätten.
Natürlich zu den teureren Tarifbedingungen . . .
Ich zitiere:
"Die Ersatzversorgung endet zum 30. April 2009. bis spätestens nach dem Ende der Ersatzversorgung haben Sie Gelegenheit, einen Liefervertrag mit einem (?anderen?) Energielieferanten abzuschließen."

18. Februar 2009
Jetzt bestätigt mir auch die EWE die Blockade seitens E.on-Hanse mit folgenden Worten (Auszug):
"Fristgerecht zum 31.12.2008 hat EWE für Sie die Erdgaslieferung bei Ihrem bisherigen Versorger E.ON Hanse gekündigt. Nach Eingang der bestätigten Kündigung haben wir Sie fristgemäß zur Durchleitung bei Ihrem Netzbetreiber angemeldet.
Aufgrund von Marktgebietsüberschreitungen kam es in Ihrem Fall leider zu einer Ablehnung, so dass eine Belieferung zum 1.02.2009 nicht erfolgen konnte.
Wir haben Sie erneut angemeldet, so dass eine Belieferung mit EWE Erdgas direkt voraussichtlich zum 1. Mai erfolgt"

23. Februar 2009
E.on-Hanse schickt mir eine "Bestätigung des Anschlussverhältnisses" und teilt mir darin erstmals die teureren "Grundversorgungspreise" mit . . . natürlich verbunden mit der Aufforderung, monatlich eine Abschlagszahlung in Höhe von € 100,- zu zahlen.

Aha, die nehmen erstmal die Kündigung an, rechnen zu den bisherigen Preisen ab und steigen dann neu in das Geschäft ein und bestrafen mich mit höheren Preisen.
- Auf solche krausen Gedanken kann man da dann schon recht schnell kommen. -

26. Februar 2009
Das (in meinen Augen) recht dem Kommerz zugeneigte Hamburger Abendblatt berichtet ausführlich über das Geschäftsgebaren von E.on-Hanse und verweist in dem Artikel auch auf die BundesNetzAgentur . . .

Artikel vom 26.02.2009: Gasversorger wechseln unmöglich  
und schrieb bereits am 26.11.2008 Dreiste Gasanbieter

28. Februar 2009
Mein Telefonat mit der EWE-Zentrale bestätigt indirekt den Artikel im Hamburger Abendblatt und erklärt  mir auch ansatzweise die Raffinesse mit der "Marktgebietsüberschreitung". Allerdings wurden die Namen der anderen Beteiligten an diesen Marktgebieten nicht deutlich und ich nahm an, daß es nur um einen Zwist zwischen der EWE und E.on-Hanse ginge.

1. März 2009
Heute ist Sonntag. Aber Morgen werde ich erst einmal mit E.on-Hanse telefonieren.
Danach erfolgt dann ein Telefonat mit der Bundesnetzagentur (Tel. 030-22480-500)
Und danach wird dann wohl das eine oder andere Einschreiben mit Rückschein folgen, denn ich lasse mich nicht verschaukeln.

Eines wundert mich: Klein Blogggersdorf scheint der E.on-Hanse als Kunde schon weggelaufen zu sein . . . oder warum finde ich da bei Google fast nur das Hamburger Abendblatt mit seinen recht deutlichen Artikeln?

5. März 2009
Die Bundesnetzagentur in Bonn bestätigt meine Anfrage vom 3. des Monats und schreibt sinngemäß, daß sie, aufgrund der Vielzahl der Verbraucheranfragen und -beschwerden, den Vorgang an das zuständige Fachreferat abgegeben haben.

12. März 2009
Die EWE antwortet sehr detailliert und auch für Laien recht verständlich, wo der Hase im Pfeffer liegt:
Das Netz der E.ON Hanse läge sowohl im Marktgebiet der WINGAS als auch im Marktgebiet der Gasunie. Somit bestünde für alle Lieferanten im Netzgebiet prinzipiell die Wahlmöglichkeit, den Kunden über einen dieser beiden Beteiligten zu beliefern. Leider seien die Kapazitäten aus dem Marktgebiet der Gasunie aber kurz nach der Bestellung komplett ausgebucht gewesen, E.ON Hanse habe eine Ablehnung der Belieferung durch die Gasunie erteilt und die EWE mußte eine Neubestellung für das Marktgebiet der WINGAS vornehmen.

17. März 2009
Die E.ON Hanse Vertrieb GmbH hat nun auch - recht ausführlich - geantwortet.
Kern der Aussage ist, daß der Kapazitätsengpass für Lieferungen aus dem Marktgebiet der Gasunie nicht im Leitungsnetz der E.ON Hanse AG liegt, sondern im Leitungsnetz der Gasunie begründet sei. Außerdem wird in dem Schreiben ausdrücklich betont, daß E.ON der freien Wahl eines Gaslieferanten nicht im Wege stehe. E.ON sei lediglich gezwungen technische Restriktionen zu beachten.
Meine Beschwerde sei an die falsche Adresse gerichtet . . . und verweist dabei auf die Möglichkeit, doch bei dem zuständigen Verteilnetzbetreiber - der E.On Hanse AG - nachzufragen . . .
Letzteres hatte ich zwar schon gemacht, aber bisher noch keine Antwort erhalten.

- Nun, blickt ihr lieben Leser da noch alle durch? - 
Wer hat denn da nun wen ins Messer laufen lassen?
Oder ist das alles nur eine bedauerliche "technische" Trottelei?

Netzgärtner Kurt
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Mittwoch, 4. Februar 2009

Montag, 2. Februar 2009

Eil-Meldung: Hamburger Abendblatt mit Virus!

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Update um 22:44: 
Der Spuk scheint vorbei zu sein . . . mein Virenscanner schlägt nicht mehr an.

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Heise.de meldet soeben, daß die Online-Seiten des Hamburger-Abendblattes mit einem Java-Script-Virus gespickt sind, die wohl nur den älteren Internet-Explorer von Microsoft zum Download von Schadcode mißbrauchen können.
Hab kurz beim Abendblatt vorbeigeschaut und siehe da, mein Virenscanner schlägt korrekt an . . .

Netzgärtner Kurt
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Freitag, 23. Januar 2009

Meldung von der Skype-Basis

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Habe soeben ein Skype-Gespräch nach Japan (Shizuoka) geführt und muß sagen, daß ich sehr beeindruckt bin. Die Verständigung war glasklar, so als wenn ich mit meinem Nachbarn über das normale Festnetz telefoniert hätte.
Allerdings haben wir das Netz auch nicht allzusehr belastet, auf der Gegenstelle in Japan war keine Videocamera eingeschaltet.

Nebenher teste ich natürlich auch den Messenger von Microsoft . . . aber Skype gefällt mir doch weitaus besser.
Warum?
Nun, testet doch selbst einmal beide Systeme!

Netzgärtner Kurt

Sonntag, 18. Januar 2009

Das Mañana-Syndrom

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Hast Du schon einmal versucht, einem Freund per Telefon bei der Installation und Bedienung eines für diesen völlig neuen Programmes zu helfen?
Nun, mir wurde heute dieses Schicksal zuteil.
Nein, es war keine Frau am anderen Ende.
Es ist einer meiner besten Freunde (nein es ist kein Spanier), der mich heute recht hart mit dem Mañana-Syndrom konfrontierte.

Das Wort "mañana" kommt aus dem Spanischen und bedeutet "Morgen" oder auch "morgen" im Sinne von "ich komme morgen". Ausgesprochen wird dieses recht dehnbare Wort "manjana".
Schlagt einmal in diesem Online-Lexikon nach, dann seht ihr aber auch, daß dieses schöne Wort mit "Zukunft" übersetzt werden kann.
Dieses Wörtchen "mañana" steht aber nicht nur für eine Zeitangabe, sondern auch für eine Lebensart oder Einstellung, die da so in etwa bedeutet "ungefähr, vielleicht oder möglicherweise". 
Und diese Ungenauigkeit wirkt sich auch in anderen Bereichen aus.

Mein Freund hatte schon den Video-Telefonie Dienst Skype auf seinem PC. 
Jetzt wollte er gern auch noch den von Microsoft stammenden Messenger installieren.
Soweit sogut.
Die Installation des Live-Messengers bewältigte er mit Bravour (und mit meiner telefonischen Unterstützung).
Dann aber kam die Bedienung seiner neuen Errungenschaft.
Und das sah ja alles ganz anders aus als bei Skype!
Nach einer halben Stunde telefonischer Schützenhilfe gab ich auf und fuhr zu ihm hin.
Und da wurde mir schlagartig klar, daß ich wieder einmal ein Opfer des Mañana-Syndroms geworden bin. 
Jetzt wußte ich, warum meine Telefonhilfe nicht funzte.
Der gute Mann sollte auf meine Anweisung hin den Messenger abmelden und wieder völlig neu starten, weil er sich in dessen Labyrinth ein wenig verrannt hatte.
Das Schließen des aktuellen Anzeige-Fensters klappte ja noch ganz gut, aber das Hauptprogramm des Messengers lief immer noch im Hintergrund und in der Fußleiste war rechts immer noch sein Ikon (ein kleines grünes Männchen) zu sehen . . .
Gut, irgendwann hatte er dann dieses Ikon gefunden und auch erfolgreich - mit Hilfe der rechten Maustaste - beendet.
Aber wie denn nur das Biest wieder starten?
Nach etlichen Suchereien an den verschiedensten Stellen zeigte ich ihm das Messenger-Symbol auf seinem Desktop. 
Und worauf klickte der Guteste?
Natürlich gut 2 Zentimeter tiefer auf das darunter befindliche Ikon vom Windows-Defender!
Dabei schwor er, daß er auf das kleine grüne Männchen geklickt hätte.

Mein Freund trinkt nicht . . . wenigstens keine alkoholischen Getränke außer Wein, aber ich brauchte jetzt einen Schnaps, um dem Mañana-Syndrom zu entkommen.
Kein Wunder, daß ich da per Telefon nicht erfolgreich führen konnte . . . mein Freund klickt offensichtlich zielsicher eine andere Stelle an als die, die ich ihm genannt hatte. So frei nach dem Motto, irgendwie wird das schon funktionieren . . . irgendwann komme ich an.

Samstag, 17. Januar 2009

Winterfütterung freifliegender Vögel

Billig ist nicht immer gut!

Nachfolgende eMail ist mir von einem Nachbarn als Kopie zugegangen. Ich möchte euch den Inhalt nicht vorenthalten, weil jedes Jahr wieder der gleiche Schrott an ahnungslose Kunden verkauft wird.
Den Namen der Firma werde ich hier noch nicht nennen, behalte mir dieses aber für das nächste Jahr vor, sollte sich die betroffene Firma beratungsresistent zeigen.
Diese Emilio habe ich natürlich anonymisiert, die betreffende Firma wird sich aber sicherlich anhand des auf dem Kassenbon angegebenen Datums wiedererkennen . . .

Winterfütterung freifliegender Vögel

Sehr geehrte Damen und Herren,

habe leider, wie im vergangenen Winter 07/08, kein buntes Vogeltreiben an den mit Fettfutter gefüllten Kokosnüssen beobachten können, weil die Fett/Körner- Mischung von den Meisenvögeln nicht angenommen wird.
Ihr Zulieferer hat offensichtlich meine schriftlichen Beanstandungen vom letzten Jahr ignoriert.
Nach Untersuchung der Fett/ Körner- Mischung zeigte sich folgendes:

- Fett, sehr fest, scheinbar kein pures Rinderfett
- anteilig viele harte Maiskörner, grob zerkleinert
- anteilig sehr viele Weizenkörner, unzerkleinert, hart
- verschwindend kleiner Anteil von Hanf- und Sonnenblumen- Samen

Diese Mischung wird von Meisenvögeln nicht angenommen, die allein imstande sind, sich zur Nahrungsaufnahme auch an freihängenden Futterquellen zu bedienen.
Weizen- und Maiskörner sind für die Meisenfütterung ungeeignet. Dies bestätigte mir auch der Naturbund (NABU) nach tel. Rücksprache.

Es ist bedauerlich, dass aus wirtschaftlichen Gründen anstelle von
Hanf- und Sonnenblumen-Samen billigere Weizen-Mais- Zumischungen für Meisenfutter verwendet werden.

Mein Geld für insgesamt vier gefüllte Kokosnüsse habe ich erstattet bekommen, kommentarlos leider.

Wichtig ist jedoch, dass künftig nur Hanf-und Sonnenblumensamen mit einwandfreiem Rinderfett für Meisenfutter- Mischungen zum Einsatz kommen, damit
tatsächlich ein buntes Vogeltreiben an der Futterquelle erlebt werden kann.

Mit dennoch freundlichen Grüßen

xx.xxx

Anlage: Quittung vom 05.11.2008

Donnerstag, 8. Januar 2009

Skype, die andere Art zu telefonieren.

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Skype ist schon so eine Erfahrung für sich.
Das Goodie (oder auch Problem) ist, daß die Übertragung nicht immer im Voll-Duplex-Modus stattfindet. Endlich darf man einmal ausreden, ohne immer wieder mitten im Redefluß unterbrochen zu werden!  ;-)  

Bisher machte ich folgende Erfahrungen in Sachen Gesprächsqualität:

Skype <-> Skype
USA, Southern-California: Vollduplex, einwandfreie Verständigung, leichtes Echo.
Venezuela, Caracas: Halbduplex, sehr gute Tonqualität, fast kein Echo.
Thailand: Halbduplex, miserable Verbindung, schlechter Ton (PC-Probleme des dortigen Gesprächsparners).
Katar, Doha: Halbduplex, miserable Verbindung mit verzögerter Signalübermittlung und starkem Echo.

Skype -> Festnetz
Spanien, Alfaz del Pi (Alicante): Ausgezeichnete Verbindung von Skype aus in das dortige Festnetz, saubere Tonqualität und kaum hörbares Echo. Skype to Skype wurde bisher noch nicht getestet.
- - -
Die Bildübertragung war jeweils gut, wenn an der Gegenstelle eine lichtstarke WebCam mit einer Übertragungsrate von mindestens 30 Frames/Sekunde vorhanden war.
Lediglich die Verbindung nach Doha, Katar patzte auch hier kräftig.
Übrigens, das mit den 30 Frames pro Sekunde ist auch so ein Ei.
Real übertragen werden laut Testberichten nur rund 3 bis 5 Frames/Sekunde . . .
Da muß ich mich nochmal schlau machen, wo die restlichen Bilder bleiben. Liegt es nun an der DSL-Geschwindigkeit, am PC oder doch an der WebCam, daß da so viele Bilder (Frames) ganz einfach verschwinden?

Netzgärtner Kurt
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Donnerstag, 1. Januar 2009

Freunde, ich bin unter die Skyper gegangen!

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Bisher hab ich mich ja wacker gehalten und mich gegen so ein neumodisches Zeugs wie Skype gewehrt.
Da aber inzwischen selbst Hansenet (Alice) und Andere sich nicht zu schade sind, die alte Kupferdraht-Technologie des Telefons mit der neuen Technologie der DSL-Telefonie zu verquicken, da mag ich dann doch lieber das Echo einer kostenlosen Skype-Verbindung ertragen als daß ich auch noch für dieses dämliche Echo Gebühren bezahlten muß.

Ich geb's ja zu, ich höre mich ganz gerne selbst reden . . . aber wenn ich mit meinem Freund in Dohar (Katar)  telefoniere, dann stört dieses Echo das Telefonat doch recht empfindlich.
Und nach Spanien, zu meinem Bruder, da war heute die Verbindung über meinen PC in das dortige Festnetz so etwas von klar, daß ich darüber mehr begeistert war als über die geringe Gebühr von 2 Cent die Minute.

Das alte Telefon ist tot! Naja, noch nicht ganz, ich bin ja auch noch bei der Telekom.
Es lebe die Internet-Telefonie über Skype (oder über einen anderen gleichwertigen Dienst)!

Übrigens, meine Skype-Kennung ist ganz einfach: kurt.staudt

Wer bis hierher nur Bahnhof verstanden hat, der möge bitte einmal diesen Link in der Wikipedia aufrufen: http://de.wikipedia.org/wiki/Skype
  
Euer Netzgärtner Kurt
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